Unsere vorerst letzte, gemeinsame Reise nach Vietnam

30Jan2017

01.01. Bis 02.01.2017 Da Nang

Am Abend sind wir in Da Nang angekommen. Zum Glück hatten wir am Abend zuvor nochmal unseren Flug gecheckt, wir waren nämlich seit Tagen der Meinung wir fliegen um 20 Uhr und waren ganz erschreckt als in der Email 15 Uhr stand. Der Flug mit Jetstar war wohl bisher der schlechteste aber so günstig, dass man nichts erwarten darf. Am Flughafen erstmal für nur 7 Euro eine Simkarte gekauft und mit dem Taxi für nur 3 Euro zum Hostel. Der erste Taxifahrer wollte uns mit einem Festpreis übers Ohr ziehen, aber Silvi kennt die Tricks noch von Thailand. Das Memory Hostel war super zentral gelegen, direkt im Stadtzentrum und im Geschehen. Kurz abgelegt und dann haben wir auch die Nachbarschaft unsicher gemacht. Das Restaurant fürs Abendessen haben wir schnell gefunden, ganz klar nach den Kriterien "was sieht am einheimischsten aus und wo sitzen keine Touristen drin". Was natürlich auch bedeutete, dass uns niemand versteht und wir wieder nach Bildern ausgesucht haben bzw. einfach geschaut was unsere Sitznachbarn essen. Serviert wurde dann Nudelsuppe mit Fischcake und das wieder nur für einen Euro. Vietnam macht es uns nicht leicht. Die Snackskallation geht weiter. Wir wurden im Restaurant schon wieder von allen Seiten angelächelt und auf der Straße wurde es nicht besser. Süßes Volk diese Vietnamesen und so herzlich wie sich über die ganze Reise hinweg zeigt. Zum Nachtisch eine Kugel Eis und ein Stück Kuchen für je 50 Cent. Ein Traum für Reisende diese Preise. Auch das Hostel hat gerade mal 7 Euro gekostet. Wir sind noch ein bisschen durch die Nachbarschaft geschlendert und haben den Abend in einer Bar am Fluss ausklingen lassen. Die Atmosphäre hier war super. Man sitzt auf Kinderstühlen am Plastiktisch (wie so ziemlich überall). Eine Frau läuft mit einem dicken Stapel Geldscheinen durch den Laden und kassiert, ein junges schüchternen Mädchen bedient und 5 (Lauf)-Burschen stehen an der Straße und nehmen die Bestellungen der anhaltenden Rollerfahrer auf oder parken die Roller für Gäste hinterm Haus. Der 6. Bursche war damit für die Schlüssel zuständig. Den ersten Smoothie haben inhaliert weil er so lecker fruchtig war und für 50 ct kann man das mal machen. In Südkorea waren Früchte ja super teuer und für nen Smoothie hat man nie unter 6 Euro bezahlt. Und nach dem zweiten Smoothie ging es zurück zum Hostel wo wir noch mit unseren Zimmernachbarn über Vietnam geschnackt und uns Tipps geholt haben.

 

02.01.2017

Am Montagmorgen schüttete es wie aus Eimern. Kein schöner Start in Vietnam aber immerhin war es warm. Regencapes übergezogen, ein Smoothie in die linke Hand und der wohl ekelhafteste Kaffee den wir je hatten (für Kaffee bekommen die Vietnamesen leider keine Auszeichnung) in die andere Hand und los ging es zur Stadtführung. Diese war organisiert von 4 Studentinnen, die sie vorwiegend anbieten, weil sie ihr English verbessern möchten. Zuerst ging es zu Danangs größter Markthalle. Wir haben mittlerweile schon viele Märkte gesehen aber dieser war nochmal ein Spektakel für sich. Eine Halle für Obst, eine für Gemüse, eine andere für Fleisch, wobei die Schenkel und andere Körperteile hier noch komplett zum Verkauf lagen und die ganze obere Etage bestückt mit Klamotten. Zwischen den einzelnen Verkäuferecken war kaum Platz zu gehen und jeder versuchte dich für Ihre Kleider zu begeistern. Die Kleider sind tatsächlich wunderschön und wenn man Zeit mitbringt würden sie einem maßgeschneidert werden. Schade nur dass wir keine Zeit und keinen Platz im Koffer haben. Irgendwann kommen Silvi und ich aber nochmal mit einem leeren Koffer her  :-) weiter ging es zu einer (rosanen) Kirche, die so genannte Chicken Church und danach zum Stadtmuseum (welches wir auf Grund von Zeitmangel nicht besuchten). Der Tourleiter hatte uns anschließend ein Taxi organisiert, dass uns zu einem stadtbekannten Restaurant brachte welches die lokale Spezialität Banh Xao servierte- eine Art Pancake mit Shrimp der in Salatblätter gewickelt wird und weiter gefüllt mit Gurken, Papayastreifen und Bananenblätter-Stücken. Dazu eine Soße aus Leber. Wir wurden begleitet von Stacey (sie haben wir im Hostel kennen gelernt) und einem Vietnamesischen Zwillingspaar welches in Da Nang lebt  (Hangouts Couchsurfing). Gemeinsam sind wir anschließen zur Bar vom Vorabend um einen Smoothie zu schlürfen bevor wir mit dem Shuttle nach Hoian gefahren wurden.

2.1. Hoi An

Leider wurde das Wetter im Verlauf des Tages nicht besser, weswegen wir uns statt Sightseeing für einen Kochkurs entschieden. Der Kurs beinhaltete zuvor aber noch eine Fahrradtour, blöd nur dass es in Strömen regnete. Naja und einmal wieder Regencapes auf und los. Trotz schlechtem Wetter war die Tour ziemlich cool. Es macht einfach Spass sich auf den Straßen zwischen den unendlich wirren Rollerfahrern durchzukämpfen - Autos und Fußgänger auf den Straßen kommen noch hinzu. Vorbei an süßen, bunten alten Häusern, die in ganz einfachen Verhältnissen gebaut sind hin zu den Reisfelder, wo wir stoppten um zwei Wasserbuffalos zu streicheln. Auch bei Regen eine tolle Kulisse. Danach führte unser Tourguide uns über Gemüsefelder, wo die alten Damen mit ihren Zylinderförmigen Strohhütten mit Liebe die Samen pflanzen. Nächster Stop war der Hoi An Markt, wo wir die Zutaten für unsere 3 Gerichte kauften. Als Vorspeise gab es Spring Rolls mit Shrimp, Hauptgang Chicken mit Gemüse in Lemongrass mit Peanuts und dazu Reise sowie Spinat in garlic und Papaya Karotten Salat. Yummi. Gemeinsam mit unseren Tourguide und dem Koch haben wir also geschnibbelt und geköchelt mit allerhand Vietnamesischer Gewürze, wobei wir finden, dass man uns das kochen noch mehr hätte selbst überlassen können. Am Kurs nahmen nur wir zwei und Michael teil. Ein 55-jähriger Kanadier der seit 15 Jahren in Taiwan lebt und englisch lehrt. So saßen wir später zu Dritt am Tisch, wie ein Onkel mit seinen zwei Nichten und Michael erzählte uns von der Geschichte Taiwan's während draußen der Regen in den ans Restaurant grenzenden Fluss pletscherte.
Danach ging es in unser Hotel-Ruby's River Villa. Eine recht große schöne Anlage direkt am Fluss, inklusive Pool, Frühstück und großem Doppelzimmer für nur 12 Euro. Die Familie, der das Hotel gehört lebt auch dort. Ein Ehepaar mit Baby und die Oma spazierte auch immer umher. Total liebenswert, aber auch die Angestellten waren immer hilfsbereit und nett. Abends haben wir nur eine Runde in der Nachbarschaft gedreht, allerdings war hier schon alles hoch geklappt, denn um 21:30 ist Nachtruhe. Die Vietnamesen gehen recht früh schlafen und stehen eher früh auf.

     

03.01.2017  Hoi An
Den Dienstag starteten wir erstmal mit einem ausgiebigen Frühstück am Pool. Es gab frische Früchte, Pancakes, Baguette, Omelette, Joghurt mit Müsli und (ungenießbaren) Vietnamesischen Kaffee. Für den Tag haben wir uns zwei Fahrräder ausgeliehen und sind ins Stadzentrum gefahren. Hoi an ist bekannt für günstige Schneiderei. Jeder Laden verkauft entweder Kleider, Anzüge, Taschen, Schuhe oder Souvenirs. Unser erster Stopp war bei den Schuhen, denn schon auf der Straße hat uns eine Dame angesprochen und uns überredet mit zu ihrem Schuhgeschäft zu kommen. In dem Fall haben wir uns mal bequatschen lassen und da sie uns echt lange beraten hat, haben wir auch letztlich unsere Schuhe bei ihr schneidern lassen. Silvi hat sich ein blau Türkises Paar Fransenschuhe machen lassen und ich rote Sandalen. Unsere maßgeschneiderten Schuhe konnten wir 5h später wieder abholen. Toll wäre es natürlich gewesen, sich ein Kleid oder Kostüm Schneidern zu lassen aber das braucht länger und in dem Fall kommt man besser mit einer fertigen Idee nach Hoian. In der Zwischenzeit haben wir den ganzen Markt abgeklappert. Es war quasi unser nachtägliches Weihnachtsshopping. Kleider, Ohrringe, Armbänder gab's und eigentlich sollte es auch einer Ledertasche sein aber die war doch recht teuer und außerdem unpraktisch beim Reisen umherzuschleppen. Das Wetter war super. Die Sonne schien den ganzen Tag und wir konnten endlich mal in Ruhe durch die Straßen schlendern und die Atmosphäre genießen (historische Handelshäuser, Japanische Brücke,Chinese temple, Sea port). Ein bisschen wie Urlaub, vor allem bei unserer Shopping Pause: 2 Fruchtshakes im Restaurant direkt am Fluss gelegen, auf dem die Omis in ihren Fischerbooten entlang rudern. Die Altstadt ist wirklich sehr schön, versehen mit vielen alten kleinen Tempeln und hübschen bunten Häusern. Leider sind aber so viele Touristen in der Stadt, dass das Feeling etwas verloren geht. Als es dunkel wurde sind wir auf unseren Fahrrädern noch den Rest der Altstadt abgefahren, die mittlerweile mit vielen Laternen beleuchtet war. Nachdem wir noch eine Runde über den Nightmarket gedreht haben (auf dem letztlich alles verkauft wird was es auch schon in den normalen Läden zu sehen gab) haben wir uns ein Restaurant ganz abseits von dem Touristen Trubel gesucht, eher schon in der normalen Nachbarschaft gelegen wo die Kinder wieder unbeschwert auf den Straßen spielen (Mr. Son). Genau zwei Tische hatte das Restaurant :-D aber wir glauben die anliegenden Restaurants sind alle unter einer Decke. Zum Essen gab es Hoian Nudeln mit Gemüse und Shrimp, spring rolls mit squid und white Rose, eine Art wonton. Natürlich hatte auch jeder wieder einen Smoothie und alles zusammen für nur 5 Euro. Danach haben wir uns von einem weiteren Deal locken lassen. Buy 1 cocktail (4 Euro) and get the second one as well as a shisha for free. Und so hat der Promoter sich schnell auf mein Fahrrad geschwungen, mich auf den Gepäckträger und uns zur Bar geführt - Mr. Bean. Shisha und Cocktail waren zugegebenermaßen nicht die besten aber immerhin hatte die Bar eine schöne Location am Fluss und wir konnten hier den Abend ausklingen lassen bevor es recht früh zurück ins Hotel ging. Denn um 6 Uhr klingelte schon wieder der Weg um weiter nach Hue zu reisen.
     
   

 

04.01.2017  Hue


Mittwoch 4. Januar. Gegen 11 sind wir in Hue an der Busstation angekommen und wurden direkt von einem Tourguide abgefangen. Wir haben zwar ein Google Dokument mit all den Sightseeing Spots und To Dos für jede Stadt aber keine 100%ige Zeitplanung wie lange wir uns wo aufhalten. Für Hue hatten wir eigentlich eine Nacht eingeplant und uns dann doch mehr als spontan für die angebotene Halbtags Tour entschieden. Zusammen mit 2
Zwei Deutschen und zwei Schweden starteten wir die Van-Tour. Zuvor noch ein Kennenlern-Mitttagessen in einem lokalen Restaurant mit sehr langsamen Service (melted Ricecake with smashed shrimp steamed in banana leaves and shrimp porridge). Zuerst ging es zu 3 Gräbern (Ming Mang Tomb), alle sehr unterschiedlich und zu unser Freude mal ein Kontrastprogramm zu den Tempeln, danach zur Pagoda und zu guter Letzt zum alten Kaiserpalast. Überall jeweils eine Stunde Aufenthalt. Die Sightseeing Spots waren gut aber dafür, dass er uns eine Tour angeboten hat er uns gar keine Infos geben können, Taxifahrer hätte ihn eher beschrieben. Und sowas ist natürlich schade, wenn einem die nötigen Infos fehlen, denn Flyer gab es auch an keinem einzigen der Plätze. Es war ein Wunder, wenn die Mitarbeiter überhaupt verstanden haben, dass ich nach einem Infoflyer frage. Letzter Stop war der Supermarkt um sich für die 20 stündige Busfahrt nach Sapa auszustatten. 17 bis 6 Uhr nach Hanoi und von 7 bis 12 weiter nach Sapa. Die Bus sind alles andere als modern aber die Schlafsitze doch recht bequem.

     

 

05.01.- 07.01.2017  Sapa

Sapa - Black Moon Tribe

Spontan wurde der Bus von Hue nach Sapa gebucht: 14 Stunden bis nach Hanoi und ab dort 7 Stunden bis nach Sapa. Wenigstens konnten wir im Nachtbus ausreichend schlafen, da die Sitze eher einem kleinen Bett ähneln. Die Susi (Kommilitonin) hatte uns einen Homestay bei Mu vorgeschlagen. Wer auch bei ihr eine Nacht verbringen möchte, sollte sie ab Hanoi unter der Nr 01278207692 or 01695583773 anrufen- ja, tatsächlich ist die Handysucht auch bei der ethnischen Minderheit in Vietnam angekommen ;-)

Mu hat uns vom Bus abgeholt und wir hatten die Wahl zwischen einer 10km langen Wanderung in die Berge zu ihrem Haus oder der bequemeren Variante per Scooter. Natürlich entschieden wir uns für das Trekking. Ihr Ehemann kam vorbei mit seinem Scooter, schnallte unser ganzes Gepäck gestapelt auf dem Rücksitz und fuhr vorweg. Eine kurze Mittagsstärkung später ging es dann 10 km hoch in die Berge. Durch den vielen Regen waren die Umstände zum Wandern nicht perfekt, man musste aufpassen nicht auf dem matschigen Boden auszurutschen. Auch die Sicht war durch Nebel beeinträchtigt. Trotzdem konnten wir bereits einen ersten Eindruck vom Leben des Black Moon Stamms erhalten. Tourismus ist hier die Haupteinnahmequelle, wofür die Frauen verantwortlich sind. Frauen wie Mu gehen in der frühen Morgenstunde in die Stadt, fangen dort die Touristen aus den Nachtbussen ab und überreden Sie zu einem Homestay. Alternativ werden Souvenirs verkauft. Englisch haben sie durch die Touristen gelernt, schreiben und lesen können die meisten allerdings nicht. Auch vietnamesisch beherrschen Sie nicht, sondern sprechen nur die Sprache ihres Stammes. Männer sind i.d.R. für die Landwirtschaft tätig (Gemüse, Reisfelder, Tiere).

Angekommen in Mu’s Haus und umgeben von ihren Kindern (4,6,10 Jahre alt), “mussten” wir gleich Souvenirs ihrer Freundinnen shoppen- aber das gehört leider dazu. Nach einem Tee um das Lagerfeuer gab es ein leckeres Abendessen. Reichhaltig aufgetischt wie in einem Restaurant, denn Mu hat schon Erfahrung damit, wieviel Europäer essen können. Ihr Haus ist einfach eingerichtet, aber groß. Auch gibt es eine normale Toilette, und kein “Loch”. Mu erzählte uns man heirate mit 16 Jahren, der Mann wählt die Zukünftige auf dem Sonntagsmarkt aus. Danach zieht die Ehefrau traditionell in das Elternhaus des Mannes ein, hilft mit, wird zeitnah Schwanger und wenn die Eltern den Söhnen Land abgeben, wird dort im Familienprojekt ein Häuschen gebaut.  Bevor es ins Bett ging gab es noch den ein oder anderen Kurzen “Happy Water”- selbstgebrauter Reisschnaps.

 

Mit der Hoffnung auf besseres Wetter wachten wir am nächsten Morgen auf. Die Kinder sind schon zur 30min entfernten Schule gewandert. Zum Frühstück gab es die Wahl zw. Reis oder der westernen Alternative Pancake- und ja die Pancakes waren spitzenmäßig und auch ein fabelhaftes Omelette gab es dazu. Aufgrund des anhaltenden Regens entschieden wir uns gegen eine 5 stündige Wanderung, da es einfach viel zu matschig und rutschig war. Stattdessen lud und Mu’s Tante spontan zu sich nach Hause ein, wo eine Zeremonie stattfand. Einige Familienmitglieder fühlen sich derzeit erkältet, weswegen ein Ritual durch eine Dorf- Schamanin durchgeführt wurde. Sie ist wie eine “Verbindung" zu Ahnen und Geistern, sang für 3.5 Std vor einem Alter und betete am Feuer. Laut Mu haben diese Gabe nur äußerst wenige Menschen, welche mit “light bones” geboren wurden...  Nun gut! Vor der Sängerin lag ein frisch geschlachtetes Ferkel, noch am Ausbluten. Dieses heilige Ferkel haben wir dann später gemeinsam verspeist. Dazu wurde es mit einem Schlachtmesser zu Gulasch verarbeitet, und zwar inklusive Knochen. Eine Pfanne mit Innerein durfte natürlich auch nicht fehlen. Allerdings wurde der Schweinekopf nicht verspeist, den durfte die Shama-Frau als Delikatesse mitnehmen. Zur “Party” waren rund 35 Leute geladen, alles Familienmitglieder oder Dorfbewohner- von 1-95 Jahre. Auch Mus Großeltern waren vor Ort und rauchten Tabak durch eine selbstgebaute Bambus-Wasserpfeife. Nachdem das Essen vorbereitet wurde, haben sich alle an eine lange Tafel gesetzt und gespeist. Innerhalb von mehreren Stunden wurden dutzend Liter Happy Water getrunken. Nebenbei wurde gestillt und auch die Kinder tranken mit- man sagte uns, Reisschnaps “happy water” könnte jeder trinken, auch während der Schwangerschaft sei es kein Problem.

Die Black Moons sind bis zu einem Punkt ziemlich trinkfest und auch wenn wir von links und rechts zu weiteren Schnäpsen gedrungen wurden, warnte uns Mu: “Drink slowly, otherwise you get drunk”. Während der Party kamen wir auch in den Genuss als Dessert rohes Schweineblut, rohes Hühnerblut als auch die gekochte Variante zu probieren. Gegen 19 Uhr waren dann alle Familienmitglieder jeglichen Alters betrunken: ganz vorne dabei Mu & ihr Ehemann. So hat uns “Aunty” noch etwas Reis gekocht, da unsere Host nicht mehr in der Lage gewesen wären Dinner vorzubereiten. Die zwei durften wir dann den Hang runter zu ihrem Haus begleiten. Wir sind quasi wie eine Lawine den rutschigen Berg herunter und mussten uns immer “we are a family, we help eachother” anhören. Im Haus warteten dann die zwei jüngeren Kids auf uns, uns wurde noch mehr Alkohol angeboten, was wir dankend ablehnten ;) Ach, da dachten wir einmal uns vom Partyleben erholt zu haben und Abstand vom Alkohol zu nehmen, und dann sowas... Ab ins Bett wurden wir später mit den umstrittenen, traditionellen Erziehungsmethoden konfrontiert. Traurig, aber wahr :-(

Desto entspannter war der nächste Tag. Etwas verwundert waren wir über Mu’s Brandnarbe auf der Stirn, zugefügt über Nacht und als Vorbeugung für Erkältungsanzeichen. Auch litt Mu stark unter einem Hangover, so dass sie sich erstmal regenerieren musste. Danach ging es auf Wanderung: Entlang von Reisfeldern, Dörfern, Bergen, Flüssen, Brücken...einfach traumhafte Aussicht bei wunderbaren Wetter- da haben wir glatt einen Sonnenbrand kassiert. Für Energiezufuhr sorgte Zuckerrohr, gekauft im “tante emma laden” auf dem Wanderweg. Auf halben Weg haben wir ein Scootertaxi genommen: Ich mit unseren Taschen auf Scooter No.1, Jenny mit Mu und dem Fahrer zu dritt auf Scooter No.2. Ab ging es für eine Weile auf der wohl kaputtesten Straße weit und breit. In Sapa angekommen trafen wir Aunty, der wir auf der Party am Vortag unsere Hilfe bei Bankangelegenheiten zugesichert hatten. Nach einer Suppenstärkung, verabschiedeten wir uns von Mu, zahlten ihr 20 Euro pro Nacht und mussten noch einige Stunden auf den lokaken Märkten verbringen, bis wir um 22h per Nachtbus zurück nach Hanoi fuhren.

08.01.2017 HANOI

Überraschenderweise kam der Bus nicht wie geplant um 6:00 Uhr morgens in Hanoi an, sondern bereits um 3:00. So standen wir nachts auf der Straße, alle Hostels waren geschlossen. Bis 6:30 durften wir dann in der Lobby eines Hostels verbringen, da wir Gäste im Bus kennenlernten. In der frühen Morgenstunde checkten wir ins Massive Hostel ein, welches in der Altstadt liegt, und schliefen noch ein paar Stunden. Am Morgen ging es als erstes in die Travelagency Lilly’s, wo wir aufgrund des sonnig angekündigten Wetters spontan eine Halong Bay Tour für den nächsten Tag buchten. Anschließend wurde auf eigene Faust die Altstadt erkundet. Alt-Hanoi ist ein ehemaliges Handwerksviertel. Wie überall in den Städten in Vietnam ist der Verkehr total verrückt- dementsprechend auch der Smog (dutzende Scooter mit Benzinmotor)! Viele Shops mit Souvenirs, Kleidung und anderen Asseccoires, günstig aber alles nicht unser Style. Es gibt dutzende Gassen, die thematisch aufgebaut sind: In einer gibt es nur Koffer, in einer nur Schuhe,... Auch die rote Huc-Brücke zum Tempel Den Ngoc Son konnte uns nicht begeistern, da sie von stark verschmutzten Wasser umgeben ist. Insgesamt ist Hanoi noch nicht so weit entwickelt, vergleichsweise dreckig und das Streetfood sieht nicht so hygienisch aus wie in den Ländern zuvor. Für den Nachmittag haben wir uns mit einer vietnamesischen Studentin verabredet. Viele Studenten in Vietnam führen einen kostenlos herum, um ihr Englisch zu verbessern, dazu muss man einfach im Reisebüro nachfragen. Zu dritt ging es erst zu einer  Pagoda und einem alten Tempel- eine friedliche Oase inmitten den chaotischen Stadt (Den Tran Vu Tempel..?). Zur Kirche schauten wir auch kurz, anschließend wurde die vietnamesische Kaffeequalität (coffee smoothie with coconut cream) probiert. Als es dunkel wurde erhielten wir einen neuen Eindruck von Hanoi. Die alten Häuser werden angestrahlt und die Atmosphäre ist komplett anders als zur Tageszeit. Auch der Jadebergtempel sieht vom weiten zur Abendstunde wesentlich besser aus. Am Wochenende ist die Straße herum des Hoan Kiem Sees gesperrt und das Gebiet verändert sich eher in einen Park: Familien mit kleinen Kindern und Hunden verbringen hier freie Stunden. Überall werden Spielzeug, Segways, motorisierte Kids-Cars etc. verliehen. Es werden verschiedene Aktivitäten und Spiele für Kinder angeboten, wie bei einem Straßenfest. Nachdem wurde noch von außen die Opera und das pompöse Gebäude der National Bank betrachtet. Kurzerhand wurde noch ein neuer Koffer (Samsonite Fake) für Silvi ergattert. Zum Glück hatten wir eine Vietnamesin zum Verhandeln dabei und so kann der am koreanischen Postoffice vernichtete Vorgänger vernichtet werden.

 

09.01.-11.01.2017 HALONG BAY


Nach einem schnellen Frühstück in unserem "massive hostel" bestehend aus Toast, Mango und Drachenfrucht Marmelade sowie etwas Melone (hatten wir schon bessere ;-)), wurden wir um 8:30 vom Shuttle Bus abgeholt und zum Hafen von Halong Bay gebracht. Ätzende 4h Busfahrt in einem viel zu kleinen Bus und unebenen Straßen. Aber es wurde alles damit entschädigt, dass wir von einem 2 Sterne Schiff auf ein 4 Sterne Schiff upgraded wurden, da unser ursprüngliches Boot technische Probleme hatte. Und angekommen auf dem Schiff hat man den Unterschied sichtlich gemerkt: es war noch super in Stand und auch das Essen war sehr gut und sehr viel. Die Kabinen waren recht groß und das Badezimmer um einiges besser als dass was wir von unseren Hostels gewohnt sind. Auch das Sonnendeck war einladend. Hier könnte man ein paar Tage bleiben. Wir waren ca. 20 Leute. Eine total gemischte Gruppe, von Baby bis Opa alles dabei. In unserem Alter war Lara aus München (sie reist 9 Monate alleine, ziemlich cooles Mädel), ein Pärchen aus Melbourne und eine Junge aus England. Man saß aber so ziemlich mit jedem Mal zusammen und hat Geschichten übers Reisen und das Leben ausgetauscht. Immer wieder spannend! U.a. Waren zwei Herren dabei die Vietnam mit dem Motorrade unsicher machen. Dem einen gehört der größte Zipline Park in Kanada und der andere ist Tauchlehrer. Gespannt haben wir seinen Tauchgeschichten zugehört und uns Bilder angeschaut. Auf dem Boot gab's erstmal Lunch. Eine komische schleimige Mais Suppe, etwas Fischcake, Shrimps, Reis etc. Erster Stopp war Tip Top Island. Hier sind wir ca. 400 Stufen zum Top gewandert mit wunderschöner Aussicht über die Buchten. Das Wetter an dem Tag war zu unserem Glück ziemlich warm und sonnig, im Vergleich zu den vorherigen Tagen (okay abgesehen vom Sonnenbrand in Sapa ;-)). Oben ein paar Schnappschüsse und Gruppenfotos und die restliche halbe Stunde haben wir am Strand verbracht, zusammen mit Lara und über Vietnam erzählt. Zweiter Programm Punkt war Kajakfahren. Eine Stunde lang konnten wir zwischen den Riesenfelsen umherpaddeln, teils auch durch kleine Tunnel in den Steinen oder vorbei am Monkey Felsen an dem sich eine ganze Scharr an Pavianen aufhielt. Zurück an Bord gab es ein Begrüßungs-Weinchen und etwas Freizeit die man sich mit dem Rest der Gruppe zusammensetze und erzählte. 

 

Und so neigte sich der Tag auch schon wieder dem Ende. Vorm Abendessen gab es eine kleine Kochstunde. Unser Tourguide zeigte uns die Vietnamese Fresh Spring Rolls.  Wir kannten das ja bereits von unserem Kochkurs in Hoi An. Er nutzte nur eben andere Zutaten wie Schwein statt Shrimp oder Ei statt Papaya. Jeder durfte mal Rollen und dann gings zu Tisch. Das Abendessen war genial. Es gab Reisnudelsalat, Tintenfisch mit Gemüse, Pork, Fischcake, irgendeinen ganzen Fisch, Suppe, bisl Salat und anderes Gemüse mit leckeren Vietnamesischen Dressing. So viel, dass kein Tisch alles aufgegessen hat. Hier kamen die 4 Sterne wieder durch ;-) Anschließend saßen wir noch lange zusammen und haben Reisestories erzählt. Zusammen mit dem australischen Pärchen habe ich mich noch aufs Schiffsdeck gelegt und verträumt die anderen Schiffe und Klippen in den Ferne beobachtet. Ich hätte hier einschlafen können, so eine tolle Atmosphäre.

Der zweite Schifftag startete mit einem Frühstück um 6:45. Erster Programmpunkt war die Höhle Hang Sung Sot. Ein riesige vom Meer geformte Höhle. Wir verbrachten hier ca. eine Stunde und unser Guide versuchte uns gerne auf einige Figuren in der Höhle aufmerksam zu machen z.B. ein küssendes Paar oder ein Löwe, allerdings brauchte man viel Fantasie dafür ;-) nächster Stopp war eine Perlenfarm. Super interessant. Hier werden die Austern gezüchtet und nach einigen Monaten wird Ihnen eine Kugel bestehend aus der Muschel einer anderen Auster eingesetzt in der Hoffnung diese Kugel in ein paar Jahren als Perle (Perlmuttfarben) vorzufinden. Die Chance besteht aber nur bei 30% und ist dafür eigentlich ein ziemlicher langer Prozess. Im Shop gab es eine riesen Auswahl an Perlenschmuck und im Verhältnis gesehen auch viel günstiger, aber noch ist das nichts für mich und Silvi.

Von dort ging es zu einer weiteren der 2000 Insel auf der wir alle gemeinsam einer Fahrradtour ans andere Ende der Insel machten. Super alte Klappräder aber das gehörte dazu. Und so radeln wir zwischen den Felsen, durch Tunnel, vorbei an Ziegen und Wasserbüffeln bis zum Dorf der Insel. Kurze Verschnaufpause und die Füße in den Bach baumeln lassen, während die Fische daran nagten und dann ging es zum Lunch zurück aufs Schiff. Gutes leckeres Essen aber wieder recht ähnlich und diesmal ziemlich viel frittiert. Pommes, fried spring role, fish cake... Immer noch ein Rätsel für uns, wieso die Vietnamesen auch so dünn sind, wenn sie alles frittieren und überall Zucker reinhauen. Anyway. Danach ging es zu Monkey Island. Der Name eben, weil auf der winzigen Insel rund 40 Affen leben. Man sollte seine Sache jedoch gut festhalten, die Kleinen wissen, wie man mit den neugierigen Touristen umgeht. Außerdem sind wir auch hier wieder zur Spitze der Insel gewandert. Naja eigentlich war es eher klettern. Es gab nicht mal einen richtigen Weg. Man ist die Felsen hoch geklettert und hat sich irgendwie versucht hoch zu ziehen und ja den Fuß bzw. die Handel richtig zu platzieren, um nicht abzurutschen. Eigentlich verrückt, man muss schon einen gewissen Instinkt mitbringen bei dieser Tour. Das dachten wir uns auch schon beim Kajakfahren auf dem offenen Meer am vorherigen Tag;-). Aber wir freuen uns ja sehr über mehr Abendteuer!

 

Am Nachmittag ging es dann nach Cat Ba Island an der Spitze von Halong Bay wo wir auch die Nacht verbrachten. Zusammen mit zwei jungen Schweizern und dem australischen Päärchen haben wir uns 3 Roller für nicht mal 2 Euro gemietet (echt ein Witz) und die Insel unsicher gemacht. Diesmal bin ich gefahren unter Aufsicht von Fahrschullehrerin Jackmann. Schließlich war das meine erste Rollerfahrt :D Silvi hat mir also erklärt wo was ist und los gings. Eigentlich ja recht einfach, wenn man dann ein Gefühl für Gas und Bremsen hat. Wirklich nervig waren aber die unendlichen Schlaglöcher auf der Straße. Silvi hat aber schön mit Ausschau gehalten ;-) war auch alles super bis es anfing zu regnen. Und als ob der Regen nicht genug wäre für die erste Fahrstunde in einer Stadt die ohnehin voll von Rollerfahrern ist, die auch gerne mal gegen den Strom fahren (haha, so ein Gewusel) kamen wir nach einer Stunde Fahrt auf eine unfertige Straße. Die Bauarbeiter waren hier gerade erst den Teer am verlegen und sonst fuhr man auf großen Schottersteinen oder unebener Erde. Berg auf Berg ab. Ich habe mich gefühlt wie beim ADAC Training. Und musste mich so konzentrieren, dass ich nicht mal gemerkt habe das Silvi vom Roller abgesprungen ist :-D der Höhepunkt der aufregenden Fahrt war als die Schweizer vor uns recht spontan den Blinker gesetzt haben und ich dann zu sehr abgebremst habe, um um die nasse Kurve zu kommen... ZACK lagen wir auf der nassen Strasse weil es mir den Roller weggezogen hat :-D Wir waren nicht allzu schnell unterwegs so konnte Silvi sich noch abdrücken und hat nur eine Schirfung. Mein Knie ist unterm Roller auf die Straße geklatscht und ist jetzt schön blau und rot und zwiebelt beim Gehen, aber nagut bisschen Verlust ist immer :-D aber die Schweizer hatten im Hotel Verband Spray etc alles dabei ;-) aufregende Fahrt irgendwo im Nirgendwo. Nach gemeinsamen Abendessen sind wir zu Viert mit den Schweizern noch Cocktails trinken gegangen und haben ein weiteres Mal Reisegeschichten ausgetauscht. Die zwei waren u.a. einige Wochen zum Trekking in Nepal und haben 2 Wochen lang eine Mt Everest Route bewandert. Neben Cocktails stand auf der Menükarte auch Lachgas :-D und als die anderen Barbesucher die gefüllten Ballons bestellten, haben wir mitgezogen. Jedoch schlägt die Wirkung nur bei den wenigen ein, allerdings, wenn dann richtig. Einer der Schweizer hat sich gar nicht mehr einbekommen: -P nach der Runde Lachgas ging es dann auch ins Bett.

Mittwoch 11. Januar


Unspannender Tag, den wir eigentlich nur mit der Rückreise verbracht haben. 4 Stunden auf dem Schiff die wir uns mit Karten und Tricks vertrieben oder auf dem Schiffsdeck die Aussicht ein letztes Mal genossen haben, bevor der schöne Trip endete. Und danach nochmal 4 Stunden mit dem wieder viel zu kleinen Bus nach Hanoi.
Der 3 Tagestrip war super schön und entspannend. Das Wetter war besser als wir erwartet hätten und die anderen Gäste waren ein lustiger Mix. Eigentlich hatten uns viele Freunde oder Reisende von Halong Bay abgeraten, aber wir mussten feststellen, wenn man sich für eine etwas teurere Tour entscheidet, fährt man nicht zu den Touristen Spots, wo sich noch 100 andere Boote aufhalten und kann die Buchten sehr genießen. Außerdem hat es unser Tourguide irgendwie immer hingekommen dass wir immer vor anderen Touristen an den beliebten Orten ankamen und noch die gewisse Atmosphäre vorhanden war. Bye bye Halong Bay und zurück in Hanoi.
Nach dem einchecken in Lilys Hostel (super Unterkunft, freundliche Mitarbeiter, grosse Zimmer, normales Bad, Frühstück und nur 5$) sind wir zur Wasserpuppen show. Eine alte Tradition in Hanoi. Die Puppen sind 15kg schwer und werden im Wasser über Schnüre hin und her gezogen. War süss anzusehen und begleitet von Vietnamesischer Musik, wieder ganz andere Instrumente als beim Musical in Korea

 

12.01-13.01.2017 Tam Coc - Ninh Binh

Da wir doch unerwartet schnell von Vietnams Mitte in den Norden gereist sind und noch Tage übrig hatten, entschieden wir uns für einen Ausflug nach Ninh binh. In Lilly’s Agency wurde ein Busticket gebucht und eine kostenlose Hostelübernachtung (Long Backpacker) in Tam Coc gab es auch dazu. Die Kalksteinformationen in Ninh Binh ähneln der Halong Bucht.  Leider ist auch diese Gegend bereits eine bekannte Touristenattraktion, jedoch war es ein super regnerischer und stürmischer Tag, wodurch es nicht so überfüllt war. Angekommen in Tam Coc und den ersten Schock des chaotischen Hostels (21 Bett Zimmer, Knastatmosphäre, dreckig und stinkig und auch Bettwanzen soll es hier geben), haben wir uns einen Scooter gemietet - man war das frierend kalt!!! Als erstes fuhren wir zur Mua Cave. Nach einer 500-Stufen Wanderung erreicht man die Bergspitze und hat eine spektakuläre Aussicht auf die Landschaft. Begleitet wurden wir von zwei Amerikanern und einem Niederländer, die als Englischlehrer in Südkorea arbeiten (Zufall :-)). Unser zweiter Stop war die Bich Dong Pagoda- trotz regens einen Ausflug wert. Hinter der Pagoda führen Treppen an den Steinformationen hinauf und nachdem man wieder herunterwandert ist man umgeben von der schönen Landschaft. Außerdem haben wir noch einen schmalen Weg entlang des Flusses gefunden, der uns den Regen vergessen ließ: von Tam Coc aus in Richtung der Pagoda überquert man einen Fluss per Brücke, an dem viele Boote liegen, hier einfach rechts abbiegen und wenige Kilometer voraus fahren.

Total durchnässt und mit einer Erkältung vorprogrammiert ging es zurück zum Hostel, wo wir spontan eine Gruppe von Spaniern kennenlernten. Ein Wodka-Gemisch später wurde sich recht früh in das Bett eingekuschelt, noch der ein oder andere Smalltalk mit anderen Backpackern gehalten und das Bett auf potentielle Bettwanzen untersucht.

Am nächsten Morgen wurden wir mal wieder vom Luxus des Hostels überrascht: Stromausfall durch Baustelle bis zum Nachmittag. Mit Kerzenlicht und Handytaschenlampe versuchten alle 21 Insassen ihre Toilettengänge und duschen vorzunehmen. Um es noch schlimmer zu machen, gab es auch kein Wifi und auch die Geldautomaten funktionierten nicht. Somit war das halbe Dorf lahmgelegt. Unsere Stimmung wurde durch eine nette, aber überteuerte Bootsfahrt (unser allerletztes Geld), durch die Flüsse, entlang der Berge und durch Höhlen aufgeheitert. Begleitet wurden wir von einer Südamerikanerin, mit der wir viele Reisegeschichten austauschen konnten. Traurig hieran ist, dass die armen Bootsfahrer nur ⅓ des Geldes bekommen, weil es die Organisatoren einkassieren & man sollte laut Reiseführer aufpassen, nicht überteuerte Souvenirs zu kaufen, auf Fotoangebote hereinzufallen und ja auch unser Fahrer war erst super lieb und wurde zunehmend unfreundlich als er realisierte, dass wir keinerlei Geld als Trinkgeld übrig hatten (genau dies geschieht an vielen überfüllten Touristenattraktionen in Vietnam). Zu dritt wurde noch ein kleiner Spaziergang zum Thai Vi vorgenommen, bevor wir im Hostel chillten und gegen Nachmittag zurück nach Hanoi fuhren. Diesmal eingecheckt im Snake Hostel, da das favorisierte Lillys ausgebucht war. Es wurde noch eine Art Reispancake mit Pilz und Porkfüllung probiert, der Wochenend-Streetmarkt nach Fake Schuhen abgeklappert und die Wochenendatmosphäre in der Barstraße “Hang Buom, Hoan Kiem” genossen. Ganz schon crowded an einem Freitagabend, aber um Punkt 23 Uhr herrscht in den meisten Straßen Nachtruhe und es wird ganz still mitten in der turbulenten Großstadt.

 

14.01: unser letzter gemeinsamer Tag

Trennungsschmerz vorprogrammiert, aber das Sightseeingprogramm geht weiter. Zunächst ging es in Richtung Craft Art Gallery welche direkt am Temple of Literature liegt. Anschließender Fußmarsch zum Hoa Lo Prison. Seit langem mal wieder eine kulturelle Attraktion in unserem Tagesprogramm. Das Gefängnis-Museum ist zu empfehlen, die Geschichte Vietnams wurde aufgerollt und sehr realistisch dargestellt. Weiter ging es entlang des Hoan Kiem Lakes, die letzten Postkarten wurden eingeworfen und der berühmte Egg-Coffee im Cafe “Pho Co” (Hang Gai Street) getrunken (auf Empfehlung von Lillys). Desweiteren wurde ein letztes Mal Dim Sum mit sweet Custard Cream aufgesucht, aber wie vermutet, sind diese im Vergleich zu Hongkong nicht erwähnenswert. Gegen Abend kamen wir etwas in Kaufrausch. Das verhandeln klappt mittlerweile sehr gut, wir sind keine einfachen Kunden, kritisieren, vergleichen und drücken Preise weit runter: neue Schuhe, Jacken, Tshirts, Schmuck, Sonnenbrillen und Souvenirs sind es geworden. Die Vietnamesen nehmen das “Copyright” wörtlich: right to copy. Hier wird alles gefälscht!

Das Motto des Abends “Wenn nichts mehr geht, geht koreanisch”. Das heißt wir besuchten für unser letztes gemeinsames Dinner ein koreanisches Lokal, und ja wir wurden leider enttäuscht. Es wird sich bemüht koreanische Speisen aufzutischen, aber es kommt nicht an den Gaumengenuss heran, den wir in Korea hatten. Am Hostel haben wir dann die Vietnamesin, die wir von der Stadttour kannten, getroffen und haben gemeinsam den Pub 1900 unsicher gemacht. Nüchtern in den Club haben wir uns vorerst nicht wohlgefühlt aber dann nahm es doch noch eine Wende, als uns eine Gruppe von Leuten an ihrem Tisch einlud und mit uns feierte. Und ja wer hätte es gedacht, allesamt Koreaner. Da ist man einmal in Vietnam und wird ausschließlich von Koreanern umgeben. Wenn das kein Zeichen ist! Im interkulturellen Vergleich hat dieser vietnamesische Club ein ähnliches aber besseres Rahmenprogramm geboten: Verkleidete Artisten hingen am Seil in der Luft, tanzten auf dem DJ Pult oder jonglierten mit Leuchtstäben, viel Glitzer, Nebel, ... Wir haben uns wie in einem Zirkus gefühlt. Und weil der Alkohol im Club preislich ein Wucher ist, benebeln sich die Gäste hier ordentlich mit Lachgas.

Um 2 Uhr nachts sind wir dann zum Hostel zurück, es war ganz verlassen in den Straßen. Und gerade am letzten Abend wurde uns noch ein kräftiger Schock verpasst. An einer Straßenampel hielt ein Scooter, mit Fahrer und Beifahrer. Als wir überquerten fuhren sie an, kamen sehr nahe (ich dachte sie wollten links abbiegen und hatte Angst, dass sie Jenny anfahren), boxten Jenny in den Bauch und versuchten ihr Handy zu greifen. Jenny hielt das Handy auf dem Heimweg in der Hand, um uns per Googlemaps zu navigieren. Zum Glück hatte sie einen koreanischen Ring an der Handyhülle, so dass man es ihr nicht aus der Hand ziehen konnte.

Mit dem Schock vom Vorabend aufgewacht, ging es per Taxi zum Flughafen. TRRENNUNGSSCHMERZ! Ach wie sehr werde ich die Jen Jen vermissen, aber das Wiedersehen findet im März in Münster statt ♡♡♡.

Nachtrag von Jenny: Und weil wir uns so lange im Arm lagen zum Abschied, habe ich total die Zeit aus den Augen verloren und wurdet letztlich am Flughafen ausgerufen :-P Zuletzt an Bord wurde ich mit Bösen blicken konfrontiert. Und auf nach Thailand.

Auf geht's, ab gehts's: 10 Tage durch Taiwan

30Jan2017

Auf geht’s: 10 Tage durch Taiwan reisen. Viele von euch mögen sich fragen: wieso Taiwan? Ehrlich gesagt haben wir uns relativ spontan entschieden dieses für viele unbekannte Land zu erkunden, da Koreaner von Taiwan schwärmen und auch die HK Crew davon begeistert ist. Ein Land für Foodies & Partypeople & Handcrafted products. Außerdem günstig und die Menschen super freundlich- da müssen wir hin!

 

1. Stop: TAIPEH
22.12.-26.12.
Eingecheckt im Hostel Oxygen (optimal gelegen mitten in der City, sehr tolles Hostel) wurde kurzerhand der Peace Park erkundet. Im Laufe des Tages trafen wir uns mit einem Mädel aus Taipeh, zu welchem uns unser CS Freund aus Mumbai den Kontakt herstellte. Wir schlenderten durch den District um 101, bekannt für Shopping, Business and Clubs. Hier kamen wir auch in den Genuss von zwei Weihnachtsmärkten, wobei diese eher einem Foodtruckevent ähneln und weihnachtliche Speisen gibt es auch nicht... In einem Foodcourt wurde kurzerhand gesnackt: oyster-omelett, Suppe, Rice & Beef, Tofu, Reisnudeln- alles ok aber nicht gigantisch. Anschließend eine hilfreiche, gemeinsame Reiseplanung bei einem Ingwer, Rosen und Marshmallow Kakao tongue-out

Zu guter Letzt noch der erste Besuch eines taiwanesischen Nachtmarktes: Linijang. Hier dann die erste Begegnung mit dem berühmten Mango Eis. Wieder einmal müssen wir feststellen, wie nützlich die Couchsurfing Community auf unseren Reisen ist, denn ohne diese würden wir die lokalen Köstlichkeiten nicht so leicht entdecken.

23.12.
Am Morgen aufgewacht mussten wir uns mal wieder über die chinesischen Mädels amüsieren, die sich stundenlang im Make-up Room des Hostels aufhielten und am Ende auch nicht besser aussahen. Tagsüber ging unsere eigene Sightseeingtour los. Taipeh ist klein und fußläufig lässt sich die Stadt wunderbar erkunden. Ganz klassisch per Karte ging es zum Red house theater, indem handgefertigte Sachen verkauft werden und upcoming designers ausstellen. Danach ab zum Bopilliao historic district und zur medical herbal street (traditional chinese medicine). Ein ganz besonderer Ort ist der Longshan temple, hier dürfen alle Religionen beten. Definitiv der authentischte Temple, den ich bisher in Asien gesehen habe.

Auf dem Huaxi night market war tagsüber natürlich nicht viel los. Am Abend ist dieser bekannt für Schlangen- Spezialitäten. Dennoch werden hier viele Massagen angeboten, aber Achtung oft nur für Männer die sich anschließend noch in weiteren Räumen vergnügen möchten "Happy End" surprised. Ja, Prostitution ist in diesem Viertel ein großes Thema. Uns fällt auf, dass in Taiwan viele alte und auch behinderte Menschen leben. Auch viele Obdachlose betteln, dennoch fühlt man sich super sicher und aufdringlich ist hier niemand. Ein Abstecher zum Bangka blvd und dali street for fashion - Im Reiseführer als Shopping area erwähnt, aber wir konnten hier nichts finden. Besser ist es um die Hanzhong st.and Xining s.rd sowie Kunming st. (take ximen exit 6). Richtig Weihnachtsstimmung (Achtung Ironie sealed) kam im Toiletten restaurant in der xining st. auf. Hier verzehrten wir Hot Pot aus einer Kloschüssel, und auch die Form des Schokoladeneis könnt ihr euch sicher denken.

Ein Spaziergang zum North Gate, was man sich sparen kann. Zum snacken ging es zum wohl bekanntesten Nightmarket: Shilin. Hier waren wir mit einer Couchsurferin aus Vietnam verabredet. Wir probierten z.B. stinky Tofu und verschiedenes Obst. Rund um den Market gibt es günstige Kleidung, aber zum snackskalieren eignen sich andere Märkte besser. Zum erkunden lokaler Bars trafen wir Joe, der in Taipeh wohnt. Mit ihm ging es zum Gay Viertel rund um das Red House- interessante Erfahrung laughing

24.12.☆ Heiligabend:
Ja, nicht schön Weihnachten nicht mit den liebsten daheim zu verbringen. Dennoch sind wir glücklich Reisen zu können und genießen jeden Tag ein neues Abenteuer!

Zum Frühstück gab es deutschen Christstollen und als Dessert eine 1 stündige Fahrt zum Couchsurfer Sammy. Er lebt in New Taipeh, recht weit entfernt und holte uns mit seinem Scooter von der Sub Station ab. Netter aber auch etwas komischer Kerl. Wenigstens hatte er ein Weihnachtsgeschenk für uns: einen Stoffbeutel und ein Handtuch laughing. Aufgrund der Distanz zum Zentrum entschieden wir uns dafür, uns um 10 Uhr morgens partymäßig für die Nacht zu stylen- ein Träääuuumchen! Zum Glück haben wir den lieben Matthias kennengelernt, der uns den Tag rettete und den wir gleich ins Herz geschlossen haben. Gebürtiger Taiwanese, im Herzen Hamburger- so verbrachten wir einen bilingualen Tag miteinander. Als erstes wurden unsere Laptops zur Post gebracht, das war ein disaster diese zu verschicken. Und Weihnachtspost für die Liebsten daheim wurde auch eingeworfen.

Auch war es mal wieder ein Glück einen Native Speaker für Simkarten dabei zu haben- Reisen ohne Internet ist heutzutage fast unmöglich. Als Stärkung gab es die traditionelle und suuuuper leckere Beef-noodle-Soup tongue-out. Matthias ist ein Foodie und kennt die besten Plätze (lokal, kulturell höchst interessant und etwas schmutzig, ja so muss es sein!).

Danach ging es weiter zum Creative Park bei dem wir handgefertigte Unikate bestaunten. Die Innenstadt war an Heiligabend überfüllt und wir schafften es gerade noch einen Glühwein auf dem Strasbourg Weihnachtsmarkt zu ergattern. Weiter ging es mit dem Snackskalieren auf dem Nightmarket Raohe, bisher der beste unserer Reise kiss: Dim sum und Mango icecream. Um in einer größeren Gruppe feiern zu gehen, verabredeten wir uns mit der Taiwanesin Zoe (per hangout app) in der Shishabar 1001 nights und gingen anschließend feiern in Viertel 101. Dort gibt es ein Gebäude mit zahlreichen Clubs. An der Warteschlange vorbei gedrängelt als erstes in das Myst und danach mit Hilfe von Matthias Kontakt zum Bouncer kostenlos in den wohl begehrtesten Club der Stadt "Elektro".

25.12. -->  1.Weihnachtstag:
Es gibt nichts idealeres als an einem Hangover-Tag zu wandern, dies lernten wir bereits von der Hongkong Crew. Deswegen sagten wir dem Couchsurfer (per Hangout app) Albert zu einem Tagesausflug zum Nationalpark Yangmingshan zu. Albert brachte auch noch seinem Kumpel mit uns so wurden wir mal wieder von Einheimischen rungeführt. Die Wanderung führt einen Berg hinauf, man sieht und riecht zahlreiche aktive Vulkane und wird mit einer tollen Aussicht belohnt.

Albert begleitete uns noch zum Nightmarket Ningxia, welcher spitze zum Snacken ist. Wir probierten Squid, fried Sweet Potato, Soups, Rice with chicken and pork, Kaktusfrucht, Dumpling-tasche mit Kräutern, und Crused Ice with Mochi und Peanuts.

Zur Abendstunde hat uns Sammy per Scooter von der Subway Station abgeholt und dir durften erfahren, wie es ist zu dritt auf einem Scooter zu fahren: SPANNEND! cool

26.12. / 2. Weihnachtstag:
Am Morgen war Sammy tatsächlich so verrückt und hat seinen Boss angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er 3 Stunden zu spät zur Arbeit kommt. Grund war sein schlechtes Gewissen, weil er wenig Zeit für uns hatte und uns zum Frühstück einladen wollte. Im lokalen Restaurant um die Ecke gab es Milktea, Wurst, frittierter Ricecake, frittiertes Omelett, Toast mit süßer Kokosbutter,... Alles sehr fettig und deftig. Das Frühstück war jedoch eher gewöhnungsbedürftig, grenzt schon eher an American breakfast mit Würstchen, hash browns und Toast, dazu gab's aber noch Dumplings und Rice cake. Wir waren uns einige dass wir diese Kombination nicht jeden Morgen frühstücken könnten, waren aber happy nochmal mit unseren Couchsurfer abzuhängen. 

 

2. Stop: Hualien

26.12.-28.12.
Nachdem wir uns verabschiedeten, nahmen wir den Zug in Richtung Ostküste nach Hualien. Züge in Taiwan sind super bequem: viel Beinfreiheit und eine spektakuläre Aussicht entlang der Strände und Wälder. Der Express Zug dauerte 2h. Die haben wir genutzt um unsere Sightseeing Tour zu planen. Über Couchsurfing haben wir unsere Travelroute angegeben und daraufhin hatte uns Smith geschrieben. Ein Einheimischer aus Hualien. Er ist neu bei Couchsurfing und hat noch keine Referenzen aber seine Nachricht war sehr lieb. Er meinte er kann uns für zwei Tage hosten und würde sich freuen uns in Hualien rum zuführen und mehr über seinen Stamm die sogenannten Amis zu erzähle. Alleine würde wohl keiner von uns bei jemanden unterkommen der keine Referenzen hat, einfach um auf der sicheren Seite zu sein. Aber zu zweit gehen wir das Risiko wohl mal ein wink und es war genau die richtige Entscheidung. Smith war super lieb. Mit dem Auto seiner Schwester hat er uns vom Bahnhof abgeholt und brachte uns zum Haus seiner Eltern. Hier lebt er mit zusammen mit Mama, Papa, zwei Geschwistern und seinem Bruder (er hat noch einen weiteren Bruder in Melbourne und eine Schwester in Taipei). Ein sehr Großes Haus. Wir haben uns sehr gefreut diese Erfahrung zu machen - bei einer Einheimischen Familie zu leben und einen Einblick in deren Alltag zu bekommen. Obwohl seine Eltern kein English können waren sie sehr süss zu uns und haben uns auch einfach auf Taiwanesischen angesprochen. Wir haben Smith immer nur fragend angeschaut und er hat übersetzt. Sein Freund Leon kam kurz nach seiner Ankunft auf seinem Roller vorbei und so hat sich jeder von beiden ein Mädel auf den Roller geschnallt und los ging die Hualien Tour.

Zuerst sind wir nach Downtown um dort etwas herumzuspazieren und den berühmten Jelly Tee zu kosten. Weiter gings zum Qixiran Beach. Die Fahrt dorthin war super. Die Sonne schien, es war warm genug um nur Tshirt zu tragen und die Kulisse war toll - Hualien eine süsse Einheimischen-Stadt umgeben von Bergen. Der Strand war kein typischer Sandstrand sondern schwarzer Kies. Das Meer war wegen dem Taifoon auf den Philippinen sehr unruhig und die Wellen hoch. Drum herum waren die Riesen Berge des Taroko National Park. Einfach schön. Danach sind wir noch zu den nahegelegenen Klippen, einem "Secret Spot" der nicht mit den Roller zu erreichen war aber eben nicht weit weg von dem Strand.

Die Tour ging am Hafen von Hualien weiter, den wir einmal hoch und runter geschlendert sind. Während dessen hat uns Smith viel über seinen Stamm und dessen Geschichten erzählt. Es gibt wohl 6 Einheimische Stamme in Hualien und die Amis machen 31% der Bevölkerung aus. Sein Freund Leon hat im englisch Unterricht nicht so gut aufgepasst wie Smith und konnte sich leider gar nicht mit uns unterhalten. Trotzdem hat es ihm wohl Spass gemacht mit uns rumzuhängen und Smith hat fleißig übersetzt. Anschließend  haben wir nochmal eine Runde in Downtown gedreht und für mich eine Handyfolie gesucht, da das Glas auf meinem Handybildschirm gebrochen ist - tja manchmal muss man eben Opfer bringen auf Reisen cry Wie so jeden Abend in Taiwan bisher ging es auch Montagabend zum Nightmarket in Hualien. Die Foodie-Tour beginnt: aborigine Beef mit Zwiebeln im Hotdog-Brötchen (nichts besonderes eigentlich) Toast mit Satai Beef (auf jegliche Toast Kombination gehen die Taiwanesen richtig ab), Erdbeeren und cocktail Tomaten in Zuckersirup ummantelt und zu guter Letzt die Pork-Dumplings sogenannte Bianshi.

Die Besten gibt es in der Downtown Zhonghua Rd., 10 Stück für nur 1,50 Euro. Recht früh ging es zurück in Smiths Familienhaus, denn am nächsten Tag ging es früh raus. Silvi hat sich noch eine altmodische Dusche gegönnt (Es stand ein Wasserhahn auf Kniehöhe und eine Kelle zur Verfügung). Das der Duschkopf einfach ohne Vorhänge oder andere Abgrenzung im Badezimmer hängt sind wir ja schon von Korea gewohnt. Hier hab es aber nicht mal einen Duschkopf sondern eine grosse Schüssel in die man das Wasser laufen lässt und es dann über sich kippt. Immer wieder eine Erfahrung wert diese Couchsurfing-Unterkünfte surprised Gute Nacht!

 

Am nächsten Morgen hat Smith Frühstück  (Toast mit Beef sowie eine Art Omelette Crepes) und schwarzen Tee vom Convenience Store besorgt. Süß, wie bemüht er war während wir uns noch gemütlich fertigmachten. Leon hat uns mit dem geliehenen Auto seiner Mutter abgeholt und los ging es zum Taroko Gorge National Park. Eigentlich wollten Silvi und ich uns einen Roller mieten, aber die zwei hatten wohl etwas Sorge um uns und natürlich auch Lust mitzuwandern, sodass sie uns spontan angeboten haben mit zum Nationalpark zu kommen. Leider musste man für die richtig abenteuerlichen Wanderungen schon Wochen vorher eine Genehmigung beantragen und so mussten wir uns mit den 4 öffentlichen Wanderungen zufrieden geben. Die Landschaft war trotzdem beeindruckend laughing.

Der Nationalpark ist einer von acht Nationalparks in Taiwan, gelegen im Osten der Insel. Er wurde nach der Taroko-Schlucht benannt, die ihrerseits nach den Truku-Ureinwohnern benannt wurde. Der Park ist vor allem durch seine Schluchten und die steilen Felswände bekannt. In der Taroko-Schlucht  fließt der Liwu-Fluss, welcher der Marmorschicht erodierte und so die Schlucht formte. Aufgrund der Aussicht ist sie eine berühmte Sehenswürdigkeit in Taiwan. Auf den Wanderwegen findet man viele Tunnel und am Hang gelegen den Schrein des ewigen Frühlings. Der Schrein wurde im Andenken an die 212 gestorbenen Bauarbeiter, die beim Bau der Ost-West-Autobahn ums Leben gekommen sind, gebaut. Wir sind ca. 3h umhergewandert, entlang der Schluchten und zu Wasserfällen (leider nur von weitem zu sehen). Am Abend haben wir die Jungs in ein Restaurant ihrer Wahl als Dankeschön eingeladen. Sie entschieden sich für einen Japaner und hier haben wir gemeinsam den Abend ausklingen lassen.

Recht früh waren wir zurück in Smith Familienhaus, aber wir brauchten noch eine Weile um uns den Kopf über unsere nächste Reiseroute zu zerbrechen. Denn eigentlich wollte wir zu einem National Park an der Südspitze Taiwana und uns dort einen Roller zum cruisen mieten. Wegen des Typhoon auf den Philippinen war jedoch Regen und starker Wind gemeldet. Letztlich haben wir den Ausflug verworfen und sind direkt nach Tainan.

 

3. Stop: Tainan

28.12.-29.12.

Selten haben wir uns mit einer Entscheidung so schwer getan: wo sollen wir als nächsten hinreisen- Süden/ Westen, Stadt/Strand,... Nun gut, spontan blieben wir eine Nacht länger bei Smith in Hualien und standen um 5 Uhr Morgens auf, um den Zug nach Tainan zu nehmen. Smith war so lieb und hat uns sogar Nachts zum Bahnhof gebracht.

In der historischen Stadt Tainan checkten wir im Hostel Old man Captain ein und waren etwas “lost”. Kurzerhand GPS an, alle Mittel in Bewegung gesetzt und zack, einige Taiwanesen hätten uns gerne herum geführt, aber wir entschieden uns dann für ein Treffen mit Terence, der sich schon bei uns meldete und seine Hilfe anbot als wir noch in Korea waren. Er kontaktierte uns über Couchsurfing, möchte sein Englisch üben und bot uns eine Stadtführung an. Wir sind Glückspilze! Kein Tag vergeht, an dem wir alleine durch eine fremde Stadt irren.

Wir liehen uns Fahrräder und auch der strömende Regen konnte uns nicht vom Sightseeing anhalten. Folgende Orte wurden besucht: Confucius temple, Fuzhong Street face to the confucius temple- hier snackten wir ein “KLIN's steamed bread”, chinkan tower, Anping district (anping fort), shennong street (old buildings), zum Abendesen "eel noodles" on Guohua Street, Wu garden und zu guter letzt das Cinema (das einzige mit handgezeichneten Plakaten). Aufgrund von Terence konnten wir in kürzester Zeit mal wieder das Maximale Sightseeing-Programm rausholen- DANKE! smile

 

4. Stop: Taichung

29.12.-30.12.
Um 8:30 Uhr klingelte unser Wecker, Koffer wieder gepackt und auf Kosten des Hostels gefrühstückt. Es gab Toast mit verschiedenen Aufstrichen (Nutella, Marmelade, Kokusnussbutter, Peanut butter und Kaffee sowie Tee war auch umsonst). Da haben wir uns gefreut, ausnahmsweise mal keine Frühstück vom Convenience Store. 2h mit dem Zug von Tainan nach Taichung- Taiwan's drittgrößte Stadt, eher bekannt fürs shoppen, und essen . Eigentlich wollten wir mit dem Bus weiter zum Sun Moon Lake aber weil wir die Busstation nicht gefunden haben (komplettes Bus-Chaos) haben wir uns entschieden den Tag in der Stadt zu verbringen. Promt haben wir mit GPS Hangouts angeschaltet und Couchsurfer in der Nähe kontaktiert. Das lief mal wieder wie am Schnürchen cool. Es haben sich unter anderem Vincent, Violet und Enoch bei uns gemeldet (alle leben sie in Taichung) und so haben wir uns mit Vincent eine Stunde später am Creative Park verabredet. Vorher haben wir in einem lokalen Restaurant noch eine Taiwanesische Suppe geschlemmt. Der Laden war gut besucht, voll mit Einheimischen, hier müsste es lecker sein. Wir kennen da ja nichts und probieren einfach durch. Fleischbällchen ummantelt mit Rice Cake und eine Fischbällchensuppe. Der Creative Park in der Nähe vom Bhf war unspektakulär. Vincent kam mit seinem Auto. Auf Anhieb war er uns sympathisch. Er ist 35, Salesman und war quasi zu der Zeit eigentlich am Arbeiten, hatte nur keine Kundentermine mehr und somit Zeit. Gemeinsam sind wir zu einem Park in dem eine Teddybär Ausstellung war, ist wohl ein Wahrzeichen für Taichung und anschließend sind wir zu einem weiteren Stadt Park der durch die Stadt führt und haben in Ruhe einen Kaffee getrunken.

Vincent hat uns eingeladen, da er ja eigentlich am Arbeiten war, hatten wir quasi ein Geschäftstreffen bei Starbucks cool Generell war sein Englisch sehr gut und wir haben uns super mit ihm verstanden. Lockerer witziger Kerl. Wir sind seine erste Couchsurfing Erfahrung. Später fragte er wo wir denn übernachten und wir erzählten ihm das ein Couchsurfer uns zu sich eingeladen hat allerdings hat er sich seit gestern Abend nicht mehr bei uns gemeldet, weswegen wir uns nicht sicher waren ob wir dort übernachten können. Vincent hat uns ganz spontan angeboten bei ihm zu schlafen wir waren überwältigt von seiner Spontanität und Freundlichkeit und haben das Angebot sehr gerne angenommen. Das witzige an der Geschichte war das seine Frau gar nicht wusste, dass er sich mit uns trifft, weil es ja ganz spontan war, außerdem hat er einen sechsjährigen Sohn und ein 6 Monate altes Baby. Bevor wir aber zu ihm nach Hause gefahren sind hatte er noch ein Geschäftstreffen mit einem Kollegen. Wir haben uns währenddessen mit zwei anderen Couchsurfern angetroffen. Joseph aus San Francisco und sein Taiwanesischer Host Maurice. Als wir mit den zwei Couchsurfern einen Treffpunkt ausmachen wollten sind sie uns aber ganz zufällig über den Weg gelaufen...bei Starbucks! Gemeinsam haben wir noch ein bisschen die Stadt erkundet und später hat uns Maurice der Taiwanese alle gemeinsam mit seinem Auto zum größten Night Market von Taiwan gefahren - Fenjia Night Market. Angekommen am Night Market waren wir überwältigt von dem Getümmel. Spielstände, Essensstände und sehr viele Geschäfte mit super günstigen Klamotten. Wir könnten Stunden hier verbringen. Sylvie und ich haben die für Taichung berühmte Reiswurst probiert, daraufhin Schweinehackfleisch eingewickelt in süßes Brötchen (sah aus wie ein Mini Döner) und später noch frittierte Krabben, Shrimps und Tintenfisch. Maurice war sehr bemüht und die lokalen Gerichte vorzustellen. Zwischendurch haben Silvie und ich und noch in den kleinen süßen lokalen Läden geschmökert. Der Nachtisch darf natürlich nicht fehlen-es gab es einen Crepe mit Marshmallows und Schokolade und der andere Couchsurfer Joseph hat uns noch eine Kostprobe in einem Ananaskuchen Store organisiert. Wir lassen es uns gut gehen und zählen keine Kalorien tongue-out. Obwohl wir schon so viele Nachtmärkte gesehen haben, war der in Taichung noch mal etwas ganz Besonderes. Wir hätten Stunden hier verbringen können, die Geschäfte waren endlos und die Atmosphäre einzigartig. 9:30 Uhr hat uns dann Vincent wieder abgeholt und gemeinsam sind wir zu seiner Familie gefahren. Seiner Frau durften wir nicht sagen dass wir uns schon tagsüber getroffen haben tongue-out

Seine Familie war total liebevoll. Er hat ein süßes dickes Schlitzaugen Baby und einen knuffigen sechsjährigen Sohn mit dem wir Powerblade gespielt haben. Wir durften im Zimmer von seinem Sohn schlafen und waren super froh in einer Taiwanesischen Familie unterzukommen. Vincent hat am nächsten Tag seinen Sohn zur Schule gebracht, ist uns danach tatsächlich noch zum Sun Moon Lake gefahren- die Asiate sind doch verrückt!!!!

Wir konnten diese Freundlichkeit gar nicht glauben als er uns angeboten hatte 1,5 Stunden bis zum See zu fahren nur um uns Hilfe anzubieten. Bevor die Fahrt losging hat er uns noch zum Taiwanesischen Frühstück eingeladen- das Lieblingsfrühstuck seiner Frau. Eine Art Donut Stange in einem Fladenbrot mit Spiegelei - nagut. Weil er an dem Morgen sehr heiser war haben wir auf dem Weg noch beim Hals-Nasen-Ohrenarzt angehalten, einem Freund von Vincent. Wir mussten lachen als er fragte ob wir mit zum Arzt wollen, sind aber natürlich hinterher gelaufen und waren tatsächlich während Vinzenz Behandlung mit im Arzt Zimmer, haben zugeschaut wie er eine Injektion bekommt und einen Schlauch in die Nase geschoben. Immer wieder lustig diese Taiwanesische Mentalität undecided. Angekommen am See hat uns Vincent geholfen die Koffer weg zu sperren und ein Tandem zu mieten. Soo freundlich. Dann ist er wieder zurück und wir haben das Strampeln angefangen.

Der See war super türkis und die Fahrradstrecke sehr schön. Wir hatten ziemlich Glück mit dem Wetter und auch ein paar Sonnenstrahlen. Auf unserem Tandem waren wir jedoch viel schneller durch mit der Fahrradstrecke und haben uns noch eine Weile auf der steilen Strassenroute durchgekämpft. Nach 20 Minuten sind wir doch wieder umgedreht und haben uns eben eine längere Pause auf der Wiese am See gegönnt bevor wir zurück zur Bushaltestelle geradelt sind. Dort herrschte ein großer Andrang, lange Warterei...

 

AGAIN: TAIPEH

31.12-01.01.

Die Fahrt nach Taipeh dauerte ewig. Fast 2 h saßen wir im unterkühlten Bus nach Taichung und waren letztlich von 16 bis 20 Uhr unterwegs, bis wir schließlich bei unserem Host Fan in Taipei angekommen sind. Auch ein ganz herzlicher Kerl, gestresster Medizin-Student mitten in der Klausurphase, wohnt mit zwei Freunden zusammen. Da der ein derzeit nicht da ist konnten wir sein Zimmer haben. Gemeinsam wurde am ersten Abend noch der Elephant Mountain hochgewandert. Von hier hat man eine super Nachtsicht über Taipei und vor allem das höchste Gebäude 101. Auf einem Felsen haben wir uns niedergelassen und erzählt. Als es kälter wurde sind wir die unendlich vielen Treppen wieder runter gewandert und haben uns noch auf ein Bier in einer fancy Bar niedergelassen. Zur Feier des Tages gab es einen pigbloodcake - wir hatten uns davon jedoch zu viel erwartet. Der Geschmack war recht langweilig, mehr Ricecake statt Blut. Danach schnell ins Bett denn am nächsten Tag stand schon wieder ein neuer Tagesausflug auf dem Programm.

Um 11 waren wir mit unserem Freund Matthias zum Tagesauflug nach Jiufen verabredet. Etwas mehr als eine Stunde waren wir mit dem Bus unterwegs in den Norden von Taipei. In den Bergen gelegen mit Blick aufs Meer befindet sich Jiufen, ein kleiner Ort mit vielen schnuckeligen Gassen bekannt für seinen Markt. Ein weiteres Mal reihte sich Essensstand an Essensstand und Geschäft and Geschäft.

Matthias Schule war ganz in der Nähe daher kennt er den Markt wie seine Westentasche und hat gerne die Pausen hier verbracht. Also haben wir die Essensauswahl mal wieder Matthias überlassen und uns durchprobiert. Erst verschiedenen Ricecake darunter Bean und Taro, dann ein wärmer Dessert mit wabbeligem Ricecake in süsses Brühe. Der Markt erstreckte sich den ganzen Hang hoch. Teilweise waren die Gassen so kleine aber die Touristenmassen so viel dass man nicht mehr weiter kam. Ca. 2 Stunden haben wir hier rumgestobert bis es wieder mit dem Bus zurück nach Taipei ging. Für die Fahrt noch einen stark gebrühten (Tröpfchen-Filterung) Kaffee. Zu unseren Ungunsten regnete es die ganze Zeit in Jiufen und zurück in der Stadt Taipeh schien die Sonne frown. Matthias ist ein richtiger Foodie, schlimmer als wir, und hat uns in der Stadt direkt zum nächsten Restaurant geschleppt obwohl wir noch satt vom Markt waren. Aber seine a Begründung war es ist unser letzter Tag in Taiwan also müssen wir da jetzt durch. Im Restaurant war ziemlich hoher Andrang. Wir bestellten Dumplings und eine Art Beef Rolle im Blätterteig. Sehr lecker. Gleich um die Ecke befand sich das Memorial Buildung 

Bei der Sightseeing Tour am Abend konnten wir uns nochmal ein bisschen die Beine vertreten.
Allerdings hielt die Essenspause nicht lange denn abends wollte Matthias uns noch den Huaxi Nightmarket vorstellen, denn hier konnte man auch Schlange essen. Silvi und ich sind ja immer offen  für alles tongue-out einmal den Markt hoch und runter geschlendert haben wir uns im Schlangen-Restaurant niedergelassen. Draußen wurde man schon im Glaskasten von einer riesigen gelben Python und anderen kleineren Schlangen begrüßt. Wir bestellten eine Suppe mit Schlangenstücken, sowie 3 Shots: Schlangengift, Schlangenblut und Schlangenwein. Zum Glück haben wir uns das kleine Gericht geteilt. Schlange schmeckt nach gar nicht und nach 2 Bissen vergeht einem die Lust am Essen weil man unzählige gretenartige Skelettstücke im Mund hat und die erstmal wieder alle rausfischen kann. Die Shots waren auch unspektakulär. Vom Markt ging es dann nach New Taipei zu Freunden von Matthias. Ziemlich lange Anreise mit der Metro in eine Studentengegend im Nordwesten. Seine beiden Freunde hatten hier zusammen mit 20 anderen Studenten ein Restaurant gemietet und hier zusammen gegessen. Silvi und ich waren noch papp satt und uns nur zum Smalltalk dazugesellt. Wir mussten aber schnell feststellen dass wir beide ganz schön geschlaucht vom langen Tag waren und wahrscheinlich auch den Tagen davor, sodass uns ein bisschen die Kraft und Lust fehlte wieder neue Leute kennen zu lernen für einen Abend. Naja wir haben uns dennoch unter die Studenten gemischt, die meisten waren Russen und demnach richtig heiss auf Silvesterabend. Anschließend sind wir auf die Dachterrasse eines nahegelegenen Gebäudes um von dort das Feuerwerk zu sehen und zu trinken. Wir hatten uns mit unserem Weißwein und Sake deutlich vergriffen und nicht mal die Hälfte getrunken. Und auch das Feuerwerk war alles viel zu weit weg und ging eher unter. Also Mitternacht war eher ein Flop, aber immerhin hatten wir uns kiss danach haben wir uns noch unter die Studenten gemischt aber auch hier haben wir uns nicht so ganz wohl gefühlt. Irgendwie waren sie alle etwas primitiv und mit dem Alkohol stiegen auch die Flirtversuche, auf die wir absolut keine Lust hatten. Also haben wir schon um halb 2 die Biege gemacht. Silvesterabend war ein ziemlicher Reinfall, im Nachhinein hatten wir einfach gemütlich das Feuerwerk am 101 Tower schaue sollen anstatt eine Partynacht für die wir keine Kraft haben, aber das kann man ja vorher nie wissen. Ausserdem ist bei uns derzeit jeder Tag etwas besonderes und Silvester hin oder her hätte unsere Erlebnisse der letzten Wochen auch nicht tippen können.
FROHES NEUES JAHR!

_______________________________

Ein paar Foodie Tipps aus Taiwan:

-Bubbletea: Gesüsster Schwarztee mit Milch und kleinen Kugeln aus Maniokstärke
-Oyster omelette
-Eel soup - eel noodle
-Sweet tofu pudding with toppings  (jelly, soy bean,...)
-Stinky tofu (halb so wild ;-) )
-Papaya shake
-Crushed ice with toppings (hier ist jede Kombi denkbar)
-Mochi (hot rice cake auch auf Eis)
-Taiwanese breakfast: fried omelette, sausage, fried rice cake
-Coffin toast  (toast stuffed with meat and deep fried)

-Squid on stock

-Rice sausage

-Fried crap shrimp and squid

-Sweet Pork bread

 _________________________________________________

 

 

Zeit für neue Abendteuer: Adieu Südkorea, Hello Peking

22Dez2016

Am Montag den 19.12. ging ein weiterer Lebensabschnitt zu Ende. Unser Auslandssemester in Korea ist nach 111 Tagen vorbei. Die letzten Tage waren wir ziemlich wehleidig und konnten sie nicht so richtig genießen. Zudem wurden wir beide noch krank und kamen an unserem letzten Tagen noch auf dem Geschmack der koreanischen Medizin – das letzte Wochenende hatten wir uns anders vorgestellt :-P

Montagmorgens ging es zur Post. Unsere Koffer mit einem Maximalgewicht von 20kg hatten wir mühselig gepackt und in Folie eingewickelt. Pro Person zusätzlich noch zwei größere Kartons dazu sowie ein kleinerer mit dem Laptop. Das ganze hat bis 3 Uhr Nachts gedauert, um 9 Uhr morgens haben wir uns den Postwagen unseres Hausmeisters ausgeliehen und sind losgezogen. An der Poststelle dann die böse Nachricht, dass wir keine Koffer verschicken dürfen und Laptops (aufgrund der Batterie) auch nicht. So mussten wir unsere Koffer wieder aufreißen, der Inhalt musste anhand einer Liste neu sortiert werden und auf Kartons verteilt werden und der Laptop musste mit nach Peking. Super nervig, da wir den Sonntag mit Packen verbracht hatten. Zum Glück waren wir zu Zweit sonst hätten wir wohl einen Nervenzusammenbruch bekommen, denn zum Flughafen kamen wir so auch erst 40 Minuten später los. Wir waren sehr froh, dass wir das Angebot von John und Schnurbi uns zum Flughafen zu fahren angenommen hatten und jetzt nicht noch mit der Subway umhertuckern mussten! Die beiden waren auch die Ruhe weg, warteten mit einem Käffchen auf uns und beruhigten unsere Nerven.

Abging es nach Peking mit allerbesten Bedingungen: Visumsfrei nur 72 Stunden Aufenthalt, klirrende Kälte mit Minusgraden und die Warnung vor dem stärksten Smok (Luftverschmutzung) der Geschichte

Die Anreise von Flughafen in Peking zu unserem Hostel „Leos Hostel“ in Qianmen (mitten im Stadtzentrum) hat uns ganze 4 Stunden gekostet (Migration, Koffer, Subway,…). Und in Qianmen angekommen waren wir auch erstmal verloren, weil unsere koreanischen Simkarten in China natürlich nicht funktionieren.  Somit war weder ein Zugang zum Internet, noch ein Anruf möglich. Kein Taxi wollte uns mitnehmen und niemand der Passanten, die wir nach dem Weg gefragt haben, sprachen englisch. Zusätzlich machte uns die Minustemperatur zu schaffen… Letztlich kam ein Chinese auf uns zu – er hat uns aus dem Bus gesehen – und hat den 20 minütigen Fußmarsch zum Hostel begleitet. Obwohl wir sagen müssen, unser Eindruck von den Chinesen ist nicht der freundlichste. Abends haben wir uns mit einem chinesischen Couchsurfer getroffen, der uns ein paar Sightseeing Tips und die Route zur chinesischen Mauer erklärt hatte und sind anschließen noch durch die Hutongs geschlendert.  Ein bisschen gesnackt haben wir natürlich auch – Dumplings, Streetfood und chinesische Backwaren. Leider hat uns nichts davon umgehauen…

Dienstag startete dann der Trip per Subway und Bus zur chinesischen Mauer „Badaling“. Um 10 Uhr waren wir auf halber Strecke mit Luca, einer Ungarin verabredet.  Die ist wie wir 3 Tage in Beijing. Den Kontakt zu ihr hat und der Couchsurfer vom Vorabend hergestellt.  Recht lange Reise und auch den Busstop haben wir nicht auf Anhieb gefunden, was ziemlich nervig war- einige Chinesen belästigten mit ihrer lautstarken und leicht aggressiven Art, weil sie uns eine Taxifahrt zum Wucherpreis andrehen wollten. Obwohl wir Dezember und Minusgrade haben, war doch recht viel Betrieb auf der Mauer, vielleicht auch weil Badaling am einfachsten vom Zentrum zu erreichen ist. Wir haben uns insgesamt 2,5 Stunden auf der Mauer aufgehalten und 6 Türme passiert. Mit jedem Turm wurden es auch weniger Touristen. Die Wanderung war ziemlich anstrengend, da manche Parts der Mauer entweder richtig steil sind oder riesige Stufen haben, aber so wurde uns wenigstens warm. Da Peking derzeit so versmogt ist, konnte man leider nicht allzu weit entlang der Mauer schauen und auch die Bilder wurden nicht die Besten. Aber die Anreise hat sich gelohnt und auch mit Luca haben wir uns super verstanden. Zurück sind wir mit dem Bus 877. Viel angenehmer als die Hinreise, da er bis ins Stadtzentrum zurückfuhr und wir somit Zeit für einen Powernap hatten ;-) Von dort ging es weiter nach Sanlitum, einem Shopping und Ausgeh-Distrikt. Alle Geschäfte die man sich vorstellen kann von Zara bis Armani und endlos viele Bars und Restaurants. Ziemlich coole Ecke – sehr modern und auch architektonisch cool gemacht. Aber an dem Abend war recht wenig los, weswegen die „eigentliche“ Atmosphäre dieses Districts nicht so rüber kam. Und so sind wir früher als geplant wieder nach Qianmen. Weil wir ja so gerne die lokalen Gerichte durchprobieren, gab es ein vorweihnachtliches Menü: Eine ganze Pekingente:-D Die Ente war lecker, aber fettig und vorerst kalt serviert. Übrigens isst man die klassische Peking-Ente eingerollt in einer Teigtasche mit Zwiebeln, Gurke, Terriyaki Soße und Zucker. . Die Angestellten waren ganz aufgeregt uns zu bedienen und insgesamt haben sich 3 Servicekräfte trotz großer Sprachbarriere um uns gekümmert.  

Dienstag ging es um 8:30 zur verbotenen Stadt, die fußläufig vom Hostel zu erreichen ist. Wir haben uns ein Headset mit deutscher Tour geliehen und sind durch die antike Anlage gezogen. Die Gebäude und Gärten waren wirklich sehr beeindruckend: Farbenfroh wie viele asiatischen Tempel, sehr viel Gold innen und außen, viele Verzierungen und prunkvolle Bauten- 15 Jahre hat der Bau damals gedauert, bei dem über 200.000 Arbeiter beteiligt waren. 2,5 Stunden haben wir hier verbracht. Zwischendurch mussten wir uns in den Souvenirshops aufwärmen, weil es so kalt war. Außerdem sind wir auf unzähligen Seflies der Chinesen gelandet. Total verrückt – sie reihen sich wirklich hintereinander um mit und Fotos zu machen.

------WANGFUJING fehlt -----

Anschließend sind wir in den Jingshan Park von dessen Hügel man Aussicht über die verbotene Stadt und Peking hat. Weiter als 300m konnte man aber wegen des Smogs nicht sehen. Deswegen ging es auch direkt weiter zum nächsten Sightseeing Spot: Dem Lamatempel „Yonghegong“. Wir haben mittlerweile viele Tempel gesehen, aber der hat uns doch nochmal sehr beeindruckt. Es handelt sich um einen wahnsinnig alten Tempel, zu dem heute noch viele Gläubige aus Tibet reisen. Ein langes Areal mit hintereinander gelegenen Tempelhallen und im allerletzten Tempel ein 10 m großer goldener Buddha.

Für heute war damit auch unsere Sightseeingtour beendet. Zeit wäre noch gewesen, aber es war uns mittlerweile einfach zu kalt und wir mussten noch ein paar Dinge für Taiwan organisieren. Zum Abend haben wir nochmal typisch für Peking einen „Hotpot“ gegessen. Quasi wie ein Topf am Tisch mit kochendem Wasser (Fondue mit Brühe) in den man seine Zutaten reinschmeißt (in unserem Fall Spinat, Pilze, „Hammels“-Fleisch: keine Ahnung was wir uns bestellt haben, Sweet Potato) und zum Essen wieder rausfischt.

Unser Fazit zu Peking: Peking war seine 72 Stunden Wert, vor allem die Chinesische Mauer und die verbotene Stadt. Die Stadt hat uns nicht umgehauen, vielmehr war es einfach interessant das Leben hier zu beobachten. Wir stellen immer wieder fest, dass wir vor allem im Laufe der letzten Wochen zu viele Städte zum vergleichen besucht haben und mit Tokio, Shanghai oder Hongkong kann Peking unserer Meinung nach nicht mithalten…. Der Smog, die dreckigen Straßen, die kleinen Geschäfte, die vielen Roller und Radfahrer, die grauen Gebäude (grau weil sie durch den Smok ohnehin irgendwann grau werden würden), viele alte und doch schöne Gebäude im chinesischen Stil und natürlich auch die Leute, irgendwie witzig aber auch frech und aufdringlich- halt ganz anders als unsere favourisierten Koreaner.

Bye bye Peking. Next Stop: Taipeh, Taiwan!

Tempel-Übernachtung und Abschiedstreffen - die letzten Tage sind gezählt :-(

17Dez2016

Seit langen stand ein Tempel Aufenthalt auf der To Do Liste, eines der „Things To Do“ während eines Südkorea Aufenthalts. Der Winter ist zwar nicht die beste Jahreszeit, aber diese Erfahrung war uns noch wichtig bevor es heißt „Good Bye Korea“

Unter Templestay versteht man den Aufenthalt in einem traditionellen koreanischen Tempel, bei dem man sowohl den Tempelalltag als auch die Ausübung des koreanischen Buddhismus kennenlernen kann. Als ein Programm, bei dem man inmitten der wunderschönen koreanischen Natur den ruhigen Tempelalltag und die koreanische Buddhismuskultur hautnah erlebt (leider nicht ganz so faszinierend im Winter – wahrscheinlich sehr schön im Herbst, wenn die Bäume sich verfärben).

So ging es für uns am 12. Dezember (Montag) nach Gyoengju zum Golgulsa Temple – dieser Tempel Aufenthalt wurde uns zudem von einem Freund empfohlen. Eine Stunde zum Express Bus Stopp, 50 Minuten bis nach Gyeongju und nochmal 50 Minuten bis zum Tempel mit dem Bus. Ganz schön lange Reise. Angekommen ging das Programm auch direkt los. Schnell reingeschlüpft in die übergroße Tempelhose und –weste und weiter zur Meditation. 20 Minuten meditieren zusammen mit einer Rumänin die seit Februar 2016 im Tempel lebt und uns auch eine Einführung in den Buddhismus gegeben hat. Das Ziel ist dabei alle Gedanken los zu lassen und sich nur auf die Atmung zu konzentrieren. 5 Sekunden einatmen und 5 Sekunden ausatmen, dabei die Atemzüge zählen, sodass man sich nicht auf andere Gedanken konzentriert. Gar nicht so einfach. Danach hatten wir 2 Stunden Zeit das Tempelarenal zu erkunden. Die Gebäude erstreckten sich über einen sehr steilen Hang und auf der Bergspitze befand sich ein in den Hang gemeißelter Buddha.  Viele Koreaner kommen hier her um zu beten und dem Buddha Geschenke zu bringen: Obst, Wasser, Süßigkeiten und auch eine Soju-Flasche hatte jemand hingestellt (koreanischer Alkohol).

Von 17 bis 17:50 gab es Abendessen, gemeinsam mit den Mönchen und Angestellten. Jedoch gab es Geschlechtertrennung und auch die Mönche hatten ihren eigenen Tisch. Man saß natürlich auf dem Boden und es gab nur vegane Gerichte. Neben uns war noch ein kleiner koreanischer Junge zu Besuch im Tempel. Danach gab es nochmal eine Orientierungs-Stunde mit der Rumänin über die Abläufe im Tempel mit anschließender Meditation. Um 19 Uhr stand Sunmundo mit dem „Grandmaster“ (Ober-Mönch) auf dem Programm. „Sun-Mu-Do“ bedeutet übersetzt. „Zen-Kampfkunst-Weg“. SunMuDo geht auf eine jahrhundertealte, wehrhafte, mit dem chinesischen „Kung-Fu“ verwandte, Mönchstradition zurück. Ihr Ziel ist es, nicht nur die Selbstverteidigung im klassischen Sinne zu lehren, sondern die dort vermittelten Kampfkunsttechniken zu nutzen, damit der Praktizierende „dem tiefsten Kern seines Wesens“, seiner „wahren Natur“ näher kommt. SunMuDo kombiniert Zen-Meditation, Yoga, Taiji und Qi-Gong mit traditionellen koreanischen Kampfkünsten. Seine energievolle und dynamische Vorgehensweise fördert die Beweglichkeit und Flexibilität des Körpers, insbesondere seiner Gelenke. Das aufmerksame und regelmäßige Üben verbessert den Gleichgewichtssinn sowie die Harmonie zwischen Körper und Geist. Es kräftigt die Muskulatur und hilft Rücken- und Gelenkschmerzen vorzubeugen, bzw. diese zu lindern.  Wir haben unser bestes Gegeben, aber so gelenkig und flink wie die Mönche sind wir lange nicht. Der „Grandmaster“ war aber sehr stolz auf uns ;-) Gegen 21:30 ging es zurück ins Zimmer, denn um 22 Uhr muss geschlafen werden – auf dem Boden natürlich. Dank der Fußbodenheizung und dicken Decken aber vollkommen okay. Um 4 Uhr klingelte der Wecker denn um 4:30 wurde sich auf der Bergspitze in der Buddha-Hall zum morgendlichen Beten und Meditieren getroffen. 6 Uhr gab es Frühstück – Reis und Gemüse. Da das Programm erst um 8:30 weiterging, haben wir die 2 Stunden nochmal zum Schlafen genutzt und mussten dann auch wieder zum Morgensport – Sunmundo Training. Zum Glück nicht ganz so anstrengend wie am Abend zuvor, es war eher mit Yoga und viel Dehnen zu vergleichen. Um 10 Uhr wurde sich getroffen um 108 Verbeugen zu machen. Diese zielen hauptsächlich darauf ab unser Verhalten zu korrigieren uns und eine Chance zu geben, alles fallen zu lassen, allen Ärger, alle Ängstlichkeit und alles Bereuen herauszulassen. Ein Grund, warum man eine Serie von 108 Verbeugungen braucht, um alle schlechten Handlungen, die man getan hat, loszuwerden, sind die „Sechs Kontaktpunkte“ (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Anfassen und Denken), die durch die Sechs Sinne produziert werden (Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper, Geist) und dies hat sich unendlich durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fortgesetzt (6 x 6 x 3 = 108). Ich glaube nach 70 Verbeugungen fingen wir langsam an zu kämpfen und am nächsten Tag spürten wir es in den Knien. 10:30 weiter zur Teatime mit dem „Grandmaster“, einem Tempelbewohner, dem kleinen koreanischen Tempelbesucher und der Rumänin. Gemeinsam saßen wir im Kreis auf dem Boden. Wir durften dem Grandmaster alle Fragen rund um Buddhismus, dem Tempel, seinem Lebensstil u.v.m. stellen. Dazu gab es Tee und typisch koreanischen Reiskuchen.  Um 11:30 gab es wieder veganen Lunch und danach hatte uns der Grandmaster zur „Art Therapy“ eingeladen, die eigentlich für Tempelbesucher nicht zum Programm gehört. Haben Silvi und ich uns mal wieder gut angestellt und eine Extrawurst bekommen =) Eine Stunde lang wurden chinesische Zeichen mit Tinte und Pinsel gemalt – Silvi und ich wussten natürlich gar nicht was wir da niederschreiben, aber den Tempelbewohnern half es die Sprache zu lernen. Anschließend ging es zum Bogenschießen. Mit jeder Runde wurden wir besser und haben zuletzt auch recht oft die Zielscheibe getroffen!

Gegen 15 Uhr ging es zurück nach Busan. Ein letztes Mal zu E-Mart und Lebensmittel für unsere letzten Tage gekauft und uns bei allen Verkostungsdamen angestellt – somit war das Abendessen auch abgehakt ;-) Zurück im Studio haben wir uns letztes Assignment geschrieben. Die Aufgabe war es 5 Fragen a einer halben Seite zu beantworten. Z.B. „What is globalization and regionalization?“ Um ehrlich zu sein schon wirklich peinlich, dafür dass es ein Masterkurs und Final Exam ist. Aber wir wollen uns nicht beschweren, sind ja dankbar dafür, dass wir so viel Freizeit hatten. Jedoch liegen eben Welten zwischen koreanischen und deutschen Uni-Niveau.

Mittwoch (14.12.) war wieder „Bürotag“ – Beijing + Taiwan Planung sowie das Assignment fertig stellen. Zum Abendessen waren wir mit unserer Orchester-Freundin Jiyeon in der Shinsagea Mall verabredet – quasi ein Abschiedsessen :-( Leckeres Pfannen-Tukbokki, also Ricecake, Rindfleisch und Gemüse in einer scharfen roten Soße. Die Pfanne wird mit den frischen Zutaten an den Tisch gebracht und dann kocht man selbst auf dem am Tisch integrierten Grill. Diese Grill- und BBQ-Kultur werden wir seeeehr vermissen! Danach bin ich mit Jiyeon ins Spaland – Busan‘s beste koreanische Sauna, auch Jimjilbang genannt.

Hier befinden sich 22 traditionelle Saunas (von 25 bis 85°), sowie Pools und Duschen. Das Badehaus teilt sich in mehrere Bereiche, die oft auf verschiedene Stockwerke verteilt sind. Es gab eine Relaxing-Area, einen TV-Room, ein Kino, Restaurant, Café, O2 Kapseln, Massagestühle u.v.m. Der FKK-Bereich ist geschlechtergetrennt und enthält Saunas, Whirlpools, Dampfduschen, Wasserbecken und einen Bereich für das Styling nach dem Besuch. In den Bereichen, die Frauen und Männer, auch mit Kindern gemeinsam besuchen, wird für gewöhnlich Kleidung getragen. Dabei handelt es sich meist um ein einfaches T-Shirt und eine kurze Hose. Für gewöhnlich sind Jjimjilbangs 24 Stunden durchgehend geöffnet, vor allem männliche Koreaner pflegen es nach der Arbeit in der Stadt in einem solchen Badehaus zu übernachten, um dann am nächsten Morgen erfrischt weiterzureisen. Für die Übernachtung gibt es eigene geschlechtergetrennte Schlafsäle, in denen Matratzen oder einfache Matten zur Verfügung stehen. Eine Übernachtung kostet zwischen 6.000 und 15.000 und ist somit oft trotz des guten Services günstiger als ein Hotel. Ich ärgere mich, das Spaland nicht früher besucht zu haben, ich wäre hier bestimmt alle 2 Wochen zum Entspannend her gekommen.

Donnerstag standen weitere Abschiedstreffen an. So richtig genießen können wir die letzten Tage nicht. Wir freuen uns sehr unsere Freund nochmal zu aber sind eben traurig dass es vorbei ist. Zum Mittag haben wir uns mit unserer Nachbarin Matilda getroffen. Sie hat uns in Marinecity zu Subukan geführt – ein koreanisches Bulgogi Restaurant)Rindfleisch). Auch hier hat man wieder den Grill im Tisch integriert und bereitet sein Fleisch selber zu. Drumherum brutzelt das Gemüse in der Brühe. Dabei genießt man eine tolle Aussucht über die Gwangalli Brücke und das Meer. Anschließend sind wir nach Gwangalli zum Kaffeetrinken – das Wetter war herrlich, wie immer in Busan. Matilda war so süß und hat uns in einen Souvenirshop entführt. Sie bestand darauf, dass wir uns etwas aussuchen als Erinnerung an Busan. Beide haben wir uns für einen Busan-Magnet und eine „Ich komme wieder“-Postkarte entschieden =)

Am Abend hat Yuyoung den weiten Weg von Oryukdo auf sich genommen um uns nochmal zu sehen. Er war einer der ersten Koreaner die wir kennenlernten als er uns in sein Landhaus einlud. Auch wenn wir super satt waren mussten wir auf unsere letzten Tage nochmal Fried Chicken essen mit anschließendem Eis von Baskin&Robins – fahren die Koreaner total drauf an ;-) Später stoß noch Freund von ihm dazu und wir haben den Abend bei einem Cocktail in der Thursday Party ausklingen lassen.

Freitag wieder das gleiche Spiel. Ausschlafen und zum Lunch waren wir mit unseren Billie Jean Freunden John und „Schnurbart“ in John’s mexikanischem Restaurant Cirilo verabredet -unser liebevoller Spitzname ;-) Wie immer war es sehr witzig mit den beiden. Ein Kendo-Freund von John kam noch vorbei, er ist unter den Top 5 in Korea. Gemeinsam haben wir über den Besuch der beiden zu Karneval 2017 in Deutschland gespäßelt. Wäre natürlich zu witzig die Zwei in Deutschland wiederzutreffen, aber sie sagen selber, es ist unsicher ob sie in nächster Zeit einen Europatrip machen können, da sie beide ein eigenes Business besitzen, dass sie nicht so lange „allein“ lassen können.

Von einem zum anderen Essen haben wir abends Kimmy zum Tschüss sagen in Seomyeon getroffen. Schon lange suchen wir nach einem Restaurant, das Soju-Cocktails serviert und Kimmy hat tatsächlich eins gefunden. Die Früchte und der Soju wurden sogar direkt am Tisch gemixt. Leider musste Kimmy später wieder zurück zur Uni da ihm noch Klausuren bevorstehen, sonst wäre er sehr gerne mit uns in Seomyeon feiern gegangen. Und so sind wir beide ein letztes Mal zu Zweit in Seomyeon durch die Straßen gezogen. Haben unterwegs wieder koreanische (und philippinische) Bekanntschaften gemacht und sind gemeinsam durch die Bars gezogen (Weinbar, Thrusday Party und Izakaya). Der Abend endete im Club Grid – nochmal ein bisschen elektronische Musik auf die Ohren und das Tanzbein geschwungen.

#snackskalieren unser Foodsemester in Südkorea

15Dez2016

WE LOVE KOREAN FOOD !

~ Um dies zu erkennen, muss man allerdings auf Empfehlungen von Locals hören und auf Dormitory-Food verzichten cool ~

 

Hier die Zusammenfassung unserer koreanischen Speisen:

MEAT:

  • "Bulgogi" im Restaurant "Subukan" (Marine Bay) tongue-out
  • Fried pork "Tangsuyuk" - sweet
  • Fried chicken (spicy or sweet)& Beer - heiß begehrt in Korea!
  • Korean BBQ: Beef BBQ, Pork BBQ tongue-out
  • "Jjim Dak" Chicken Pfanne mit Gemüse - scharf -  (nahe PNU im "Rosen" Restaurant) tongue-out
  • “Jeukbokum” Grilled pork with rice
  • "Choon Cheon chickens rib" (im Restaurant in Jeju) tongue-out
  • "Jokbal bo ssam" (Schweinefüße,...) - ganz begehrt in Korea!
  • 닭도리탕 - chicken
  • "Gyuza-kal Gouk soup" (chicken soup with dumplings)
  • "Dakdori tang" (chicken soup with potatoe and vegetables, fried rice afterwards) tongue-out
  • "Tangsuyok 탕수욕" (Sweet, sour, and crispy pork), Goonmandu군만두 (baked bread-like), and beef noodle

SEAFOOD:

  • Fangfrischer Sashimi/ Roher Fisch (z.B. direkt beim Jagalchi market; lobster red back fish sea urchin octopus shrimp)
  • Seafood BBQ (especially abalone and eel; Scallop/ jogae/ karibi- am Ende von Haeundae Beach /port oder in Seomyeon), Eel BBQ tongue-out
  • “Sannakji” Moving/ "Live" Octopus
  • "Odeng tang" Fishcake (Streetfood) - ganz typisch für Busan! tongue-out
  • 북어포 buk uh po (fish chips) at rooftop bar in jeju
  • Fried octopus at bukchon hanok village in Seoul
  • "Mul-whae" (Raw Fish Soup cold- watery sashimi) (good restaurant at the end of Songjeong Beach)
  • Sashimi & Mul-whae at Restaurant “Mileune” (Jangsan Station) tongue-out

OTHER:

  • Spicy rice cake (tteokbokki) - Streetfood! tongue-outtongue-out ***SILVIS FAVOURITE***
  • ALLGEMEIN STREET FOOD IN ALLEN VARIANTEN (Frittiertes,....) tongue-outtongue-out
  • "Original grandmothers soup" with beef - 원조할매국밥 - typisch für Busan
  • "Pajeon" - Korean pancake (deftig z.B. Pumpkin or Kimchi, wird klassich mit Makeolli (Reiswein) verzehrt) - am besten und  günstigsten im Restaurant 살구 in Seomyeon tongue-outtongue-out
  • Original Korean Rice cake at Jangsan Market (flavour: pumpkin, strawberry)
  • "Myeongdong gyoza" (Dumpling Soup)
  • "Kalguksoo" - Nudelsuppe

DESSERTS:

 

  • "injeolmi bingsu" Korean snowflake icecream (z.B. chocobrownie, cheesecake, rice cake topped with melted cheese)
  • "SSiat Hotteok 씨앗호떡" - Teigtasche mit Zimt und Kernen (Streetfood) tongue-outtongue-out
  • "Bung uh ppang" - Fish formed sweets filled with bean (Streetfood)
  • "Gye ran ppang" - egg cake (Street Food)

--> Und wenn man sich nicht entscheiden kann: Korean Buffet (all you can eat; Restaurand: Hansik olbaan at Shinsagea mall- station: centum city) innocent

 

INTERNATIONAL FOOD:

 

  • Chinese food: 짬뽕짜장면탕수육 (Restaurant close to Jangsan Station; z.B. sweet pork)
  • All-you can eat buffet at Restaurant "Vips steakhouse" (Haeudae) tongue-out
  • Spain Food: Paella (normal + black) at "Spain club" in Haeundae
  • Brunch im Cafe Primo Gwangalli
  • Japanese Ramen (Marine Bay)
  • Sushi (Restaurant Bamnal nahe der PNU - Besitzer ist unser Kumpel Antaegu)
  • Indisches Essen "Hello India" in Haeundae
  • Mexikanisches Essen: Restaurant "Cirilo" in Shinsegae Mall (Station: Centum City)
  • Islamic restaurant “Marocco”- 3 sub stations away from pnu university (dusil Station number 131) tongue-outtongue-out
  • Seoga & cook (Station: Jangsan) for cheese pizza, risotto, steak, salad
  • "토끼정 크림 카레 우동= TOKKIJUNG CREAM CURRY" U-DONGat Shinsegae mall (restaurant with rabbit sign) tongue-out

 

FOR COCKTAILS:

- Thursday Party (Kette, gibts überall; immer gute Stimmung und Musik)

- Cocktails am Dalmaji Hill (grandiose Aussicht) in der Bar "Studio van"

- Cocktails in Haeundae: U2 bar (da gibt's auch Shisha)

- Magekoli (z.B. Peach, Yogurt, Kiwi)" im Restaurant 살구 in Seomyeon

- Whisky cocktails (mango, avocado, coffee) in der "Macillan lounge" in cheongdam (Seoul)

- Fruit soju cocktail (Soju mit frischer Frucht gemischt): 과일소주 야쿠르트소주 - In Seomyeon im Restaurant "Warawara"

- Port 1902 am Seongjong Beach: Rooftopbar, beste Aussicht (auch tagsüber für Kaffee)

- Seomyeon: Cocktailbar "swimgood"

 

Ach übrigens gibt es auch eine "Busan Food"- Facebook Gruppe, auf der sich Locals gegenseitig Restaurant empfehlen :)

Der "Reverse culture shock" ist vorprogrammiert! **VIDEO**

13Dez2016

Ohje, wir möchten gar nicht drüber nachdenken. Wir haben dieses Land, die Leute, unsere Freunde, unsere Nachbarschaft, das Wetter, das Essen,.... so lieb gewonnen. Aber wie sagten uns Freunde so schön: "we are faced with reality".

Es tut weh gerade jetzt wir uns so wohlfühlen Goodbye zu sagen. Tatsächlich haben wir uns fast schon zu sehr an Koreaner gewöhnt und fragen uns schon wie wir mit dem "reverse culture shock" in Deutschland umgehen sollen surprised

In den letzten Tagen haben wir hauptsächlich Zeit mit Freunden verbracht, und hatten im wahrsten Sinne des Wortes einen Freundemarathon um uns zu verabschieden. Daneben mussten wir tatsächlich auch ertwas studieren und 2 Assignments für die Uni abschließen.

 

Nachdem wir von Seoul wieder in Busan angekommne sind, wurde es vorerst etwas stressig. Zwei Tage hatten wir Zeit um unser Assignment für die Vorlesung "Advertising Management" abzuschließen und uns auf die Präsentation vorzubereiten. Die Professorin war so rücksichtsvoll (vorsicht: IRONIE) und hat uns kurzerhand für die erste Präsentationsgelegenheit eingetragen, um uns für unsere Abwesenheit der letzten 2 Wochen (Trip nach Shanghai und HK) zu bestrafen. Aber was solls, wir haben einfach mal "reingehauen" und letzendlich die Bestnote "A" erhalten- Ja tatsächlich sind wir notentechnisch Musterstudenten in Korea innocentinnocent

- Hier das erste und letze Bild vom "Studieren" in Südkorea tongue-out

Nach der Präsentation haben wir uns mit unseren Kommilitonen Carlo (aus Italien) und Guillaume (aus Frankreich) sowie unserem koreanischen Buddy Kimmy auf einen italienischen Espresso und deutschen Christstollen getroffen. Am Abend haben wir noch die Erfahrung eines koreanischen Kinobesuchs mit John wahrgenommen. Der verrückte hat uns prdentlich auf Trab gehalten und mit Süßigkeiten gemästet.

Dann war es auch wieder soweit und das Wochenende stand vor der Tür. Eingeläutet wurde es mit einem Mittagessen in Johns Mexikanischen Restaurant "Cirilo", wo wir bald als Stammgäste bekannt sind. Nach einem gesunden Fußmarsch von Centum City zurück zum Haeundae Beach haben wir uns noch auf einem Kaffee mit unserem "Brother" getroffen, ihm psychologischen Rat gegeben und ihn ermutigt den Schritt zu wagen und zurück nach Neuseeland zu ziehen. Zur späteren Stunde haben wir noch Jihun & Co. auf ein paar Drinks , sowie eine Runde Dart und Tischfußball in der Thursday Party getroffen und anschließend Schweinefüße zum Dinner vernascht.

Die beiden wollten den Abend mit Screenbaseball abschließen, was in Korea sehr beliebt ist. Jenny und ich allerdings entschieden uns dafür das Tanzbein in Clubs in Haeundae zu schwingen. Als erstes ging es ins Kudeta, dann ins Fluxx und zur späteren Stunde wieder ins Kudeta. Fazit: Das Kudeta ist viel zu koreanisch, zu viele verrückte Leute und das Billy Jean ist und bleibt unsere Lieblings-Location.

Am Samstagmorgen ging es rechtzeitig aus dem Bett, da wir mit unserem Nachbarn Danish zum Frühstücksbrunch im Seacloud Hotel verabredet waren- wir werden die Gespräche mit ihm und die Location seiner Wohnung wahnsinnig vermissen undecided. Aber: Ein Trip nach Pakistan steht auf der Bucketlist! Danach wurden noch ein paar Geschenke für unsere Liebsten daheim geshoppt und die Sonnenstrahlen am Strand genoßen- So ein herrliches Winterwetter in Busan, da kriegt man immer gute Laune!

Haeundae Beach- wunderschöne Nachbarschaft

Für Samstagnacht stand das Billy Jean auf dem Zettel. John, Schnurrbart, Austin, Mafiasohn & Co. luden uns mal wieder ein der Partycrew zu joinen uns wir tanzten bis in den frühen Morgenstunden auf der Tanzfläche. Immer wieder witzig dort und ja, wir sind hier schon die bekannten Partyeuropäer. Bewundernswert, wieviele Leute uns im Bilys kennen und auch wieviele Freunde wir dort beim Feiern gefunden haben. Man fühlt sich hier in dieser Nachbarschaft einfach gut aufgehoben, es fühlt sich an als würde man hier schon seit 2 Jahren leben! Diesmal gönnten wir uns nach Sonnenaufgang noch einen leckeren "Hangover-Snack"- typisch koreanisch: Fishcake (odeng), Fisch, Suppe,...

Der Sonntag fiel aufgrund unserer Partynacht eher ernüchternd aus. Trotzdem hielten wir unsere Verabredung mit Chul ein und er erfüllte uns einen langersehnten Traum: KOREAN BUFFET

Es war uns anfangs etwas unangenehm mit ihm zu einem all-you-can-eat-buffet zu gehen. Koreaner essen nie so viel, wie Jenny und ich es tun yell! Wie auch immer, er war mächtig stolz auf unsere Esskünste und der Meinung, dass sich so ein buffet für uns richtig lohnt! Selbstverständlich haben wir über den Hunger hinaus gegessen, die Auswahl war enorm und es muss schließlich alles probiert werden. Fazit: In Deutschland steht eine Runde mehr Sport auf dem Programm!

Am Montag fuhren wir mit Freunden zum Seongjeong Strand. Dort gibt es eine super coole Location "Port 1902". Direk an der Steilküste gelegen, mit vier Stockwerken, Rooftop, Pool und Sofas, sowie den leckersten "Sweet-potato-coffee" sowie "Latte-Macciato-coffee" in Korea. Am Abend sind wir noch zum Bowling-Center gefahren, worauf die Koreaner richtig stehen.

Mittwoch & Donnerstag stand mal wieder ein Besuch an der PNU (Uni) an. Das letzte Mal Uni in Südkorea- wahnsinnig wie schnell die Zeit rennt. Unser lieber Prof. Park Dong Sun, der uns schon in Seoul auf ein Essen einlud, hat die gesamte Klasse gebeten ihn für ein Mitternachts-Käffchen zu begleiten. Da haben wir natürlich nicht nein gesagt, auch wenn es für uns immer noch merkwürdig ist, Freizeit mit den Profs zu verbringen...aber so ist es hier nun mal. Wir sind sowieso seine Musterschüler und heben das "Niveau seiner Klasse erheblich an", wie er so schön sagt innocentinnocent

Genauso, wie die letzte Mittwochsvorlesung musste auch die letzte Donenrstagsvorlesung gefeiert werden. Zum Nachmittag hat mich ein ehemaliger Kommilitone "Oh You" zum Käffchen am Campus gebeten. So süß, da hat er tatsächlich 30 koreanische Soybean-Brötchen als Geschenk mitgebracht. Außerdem hat er uns angeboten, einen Tagesausflug zu seiner Familie zu unternehmen, deren Gegend anzugucken (1,5 Std. von uns entfernt) und leckeres Essen seiner Ehefrau zu verspeisen- Koreaner sind einfach die herzlichsten Menschen kiss! Zur Abendstunde begleitete uns unser Kommilitone Jack (aus Usbekistan) nach Seomyeon, wo wir in einer irischen Bar seines Freundes Cocktails genoßen.

Erneut Wochende! Am Freitag trafen wir unserem Crossfit fanatischen Kumpel Sumin in Nampodong. Gemeinsam wurde über den Jagalchi Merkt gechlendert, sich ein Fangfrischer Fisch ausgesucht und dieser roh als Sashimi verspeist - wir werden diese Essenskultur vermissen! Guckt euch dieses ultra coole Video dazu an:

 https://youtu.be/ODxC54tfKIs

Anschließend ging es noch einmal zum Busan Tower, von dem aus die Aussicht genoßen wurde. Außerdem sind wir noch in den Gassen rumgelaufen, hier ist alles sehr kitschig weihnachtlich dekoriert, es laufen wie überall in Korea Weihnachtslieder und es kommt tatsächlich einwenig Weihnachtsfeeling auf. Wusstet ihr eigentlich, dass Weihnachten für die Koreaner ein Ereignis ist, welches sie nur mit ihren Partnern genießen? Mit Familie hat das hier nichrs zu tuen. Die bekannten Motels haben in diesen Tagen Peak Season, weil die koreanischen Paare ganz klassisch eine lang im voraus geplannte Nacht miteinander verbringen. Dies ist auch der Grund, weswegen die meisten Koreaner im Oktober Geburtstag haben.smile

Später ging es zurück nach Haeundae, wo wir noch spontan Rajen einen Inder trafen. Er hatte uns per Couchsurfing kontaktiert, war auf einem Business-Trip in Busan und wollte gerne etwas Zeit mit internationalen Freunden verbringen. Der gute war auch so lieb uns hat uns reichlich mit indischen Speisen versorgt. Die Couchsurfing Community ist wirklich spitze, er versucht auch Kontakte für uns nach Taiwan herzustellen. 

Am Abend traf Hank Go aus Jeju ein. Go hatte schon seit Wochen geplant uns in Busan besuchen zu kommen. Wir hatten ihn damals über Freundes Freunde kennengelernt und er war der beste Jeju Reiseführer! Aufgrund dessen, dass er sich einen Welpen in Busan gekauft hat den er per Flieger mit nach Jeju nehmen wollte, hat er für uns gleich zwei Tage rangehangen. Wir besuchten gemeinsam ein Izakaja (japanisches Restaurant), tranken heißen Reiswein und gingen gemeinsam ins Billy Jean. Dort hat natürlich schon die übliche Crew auf uns gewartet und ja der Abend war mal wieder gigantisch.

Am Samstag chillten wir am Haeundae-Beach und schrieben Postkarten an unsere Liebsten daheim gebliebenen. Zwichendurch ein Käffchen mit Go und eine Shisha bei Danish im Seacloud Hotel. Am Abend gab es die in Busan berühmte "Original Grandmoother Soup", wir waren mal wieder in Soju Bars und einem Izakaja aufzufinden und trafen noch eine Freundin von Go. Und ja, mal wieder ging es ab ins Billy Jean.

Aufgrund der zwei langen Partynächte, fiel es uns am Sonntagmorgen umso schwerer aufzustehen. Gut, wenn man dann gleich eine Verabredung um 12:00 hat und aufstehen muss! Schließlich standen Pancakes mit Danish auf dem Programm.

 

Am Abend verabschiedeten wir uns vom Wolf. Er war unser erster koreanischer Freund, hat uns viele schöne Plätze in und um Busan gezeigt, Tagesausflüge mit uns unternommen, Übersetzungen vorgenommen, uns den Sushi Deal (Free Sushi gegen Nachhilfe) besorgt und uns leckeres koreanisches Essen vorgestellt. Ein letztes Mal wurde im Restaurant "Made for Garlic" gespeist und auch die Location Bay101 in Haeundae wurde endlich mal ausgecheckt.

 

Was sollen wir sagen? Wir haben so tolle Freunde gefunden kiss Jeder Abschied fällt schwer, aber die Erinnerungen bleiben! Viele Orte, viel Essen und auch viele weitere Freunde hätten wir ohne unsere Koreaner nicht gefunden. Durch sie haben wir die koreanische Kultur kennengelernt, sie haben uns viel erklärt und uns immer geholfen, wenn es Probleme gab. Und wer weiß, vielleicht sieht man den einen oder anderen bald in Deutschland oder irgendwo in der Welt smile

 

 

 

Seoul (No. 2) - Herzliches Wiedersehen & Partyweekend - straffes „Freunde-Programm“

08Dez2016

Da es uns im Oktober so gut in Seoul gefallen hat, sollte es nicht bei einem Besuch bleiben und so hatten wir unseren Rückflug von Hongkong nach Seoul statt Busan gebucht. Tina (unsere koreanische Host bzw. mittlerweile unsere Freundin) hat sich gefreut uns wiederzusehen und uns für unseren Aufenthalt wieder ihr Studio angeboten. Donnerstag kamen wir erst nach 22 Uhr an und haben uns nur noch mit Tina unter die Decken gemummelt und von unseren Reisen erzählt. Einen kleinen Kälteschock haben wir erlitten nachdem wir ins Hongkong rund 25° hatten und Seoul schon auf 0° runter gekühlt war.

Den Freitag haben wir erst mal ausgeschlafen und unseren Tag mit einem gemeinsamen Lunch mit Tina gestartet. Es gab eine leckere Sujebi- Nudel-Suppe (hand-torn noodle soup).

Tina musste danach zur Uni und wir haben uns auf den Weg nach Gangnam gemacht um hier nochmal im Underground-Shopping-Markt etwas rumzubummeln, den (nicht-vorhandenen) Business-Flair einzufangen und einen Lavendel-Latte im Samsung-Gebäude zu schlürfen.

Daraufhin hing es nach Myeongdong (Shopping und Streetfood-District) wo wir mit einem Freund zum Abendessen verabredet waren. Ganz untypisch für uns gab es heute mal nicht Koreanisch sondern Thaifood, genauso untypisch wie der Nutella Crêpes vom Streetfood-Stand danach wink obwohl wir ja normalerweise immer zu koreanischen Streetfood greifen um auch ja alles durchprobiert zu haben bevor wir das Land verlassen smile  Anschließend ging es zu Dritt nach Hongdae (Studentenviertel) wo wir auf einen weiteren Freund getroffen sind. Zu Viert haben wir nach einem Soju-Cocktail gesucht und sind mal wieder nicht fündig geworden – dann eben der übliche Fruchtsoju.

Da es unser letzter Besuch in Seoul war, hatten wir ein recht straffes „Freunde-Programm“ und waren zu späterer Stunde auch nochmal mit unseren PWC-Freunden auf ein Weinchen verabredet.

Angeheitert vom Wein stieg plötzlich wieder die Motivation auf Musik und Tanz und so haben unsere Seoul-Freunde uns in einen 70er K-Pop Club geschleppt. Silvi und ich mussten erst mal lachen, da wir mit Abstand die Jüngsten waren und die Musik für uns auch wirklich old-fashioned war. Aber wir sind ja Meister darin uns anzupassen und haben genauso verrückt das Tanzbein geschwungen und den Text mit gegrölt wie die Koreanerinnen. Seht selbst, wir haben uns ziemlich gut integriert:

VIDEO:

https://youtu.be/SKcznsi12R4

Obwohl wir erst gegen 3 daheim waren, war Tina noch für die Uni am lernen. Bis 7 Uhr hat sie gelernt und ist auch schon wieder um 11 mit uns aufgestanden. Und das hat sie beide Nächste durchgezogen – das nur mal als Eindruck wie übertrieben die Koreaner lernen, weil sich hier alles(!) um Noten dreht. Dafür haben wir Tina morgens mit einem Frühstück überrascht und sie hatte auch noch Kuchenstücke (wegen meinem vergangenen Geburtstag) besorgt. Daraufhin sind wir nochmal nach Hongdae um etwas in den Studentenstraßen umher zu schlendern und waren am Nachmittag mit dem Koreaner „Felix“ auf mexikanische Taccos verabredet. Wieder gestärkt ging es nach Euljiro3 um etwas zu shoppen, hier befinden sich 4 Outlets nebeneinander. Fündig wurden wir jedoch nicht, weil man auch hier wieder nicht die Klamotten anprobieren durfte und wir dann auch nicht gerne kaufen. Verstehen wir bis heute nicht die Logik dahinter – dürfte man die Klamotten anprobieren, würden sie doch so viel mehr verkaufen. Unser Freund DJ kam auf einen Kaffee vorbei und hat jedem von uns Gesichtsmasken mitgebracht – stehen die Koreaner voll drauf. Er wollte uns einfach nur eine kleine Aufmerksamkeit geben, hat uns aber damit veräppelt, dass wir uns zwischen dem ganzen Reisen und Feiern doch mal eine Gesichtsmaske gönnen sollten embarassed

Abends sind wir zu Zweit nach Itaewon losgezogen. Ein Weinchen im Pub „Prost“, ein Rundgang in der „Thursday Party“, ein Soju (plus Suppe in doppelter Begleitung) bei Izakaya, gemeinsamer Gin Tonic im „Glam“ und schließlich in den Club „B-one“, den uns einige Freunde schon empfohlen hatten. Stimmung war super, sowohl ein Hip-Hop- als auch ein Elektrofloor und so haben wir bis in die Morgenstunden das Tanzbein geschwungen und einmal wieder viele neue Leute kennengelernt. Anschließend gab’s noch einen Snack² in koreanischer Begleitung² und ab nach Hause zu Tina nach Sinchon mit der U-bahn cool

Sonntags ging es dann auch gegen Mittag wieder zurück nach Busan und angekommen zu Hause unmittelbar ins Bett innocent

HONGKONG unserer bisheriger Asien Favourit & ein grandioser Geburtstag **VIDEO**

05Dez2016

Was soll man sagen: Wir lieben Hongkong.smilesmile Für uns bisher die beste Stadt unserer Reise, dicht gefolgt von Tokio.

____________________________________________________________

und weil's so schön war, hier heiß begehrten  Videoeindrücke:

https://www.youtube.com/watch?v=uUecfWY_sLs&feature=youtu.be

_____________________________________________________________

 

Tatsächlich war unsere Zeit in Hongkong atemberaubend. Eine aufregende und und einmalige Woche liegt hinter uns. Teilweise unterliegen wir einer Reiszüberflutung, weil wir so viel erlebt haben - liegen nachts im Bett und so viele Bilder und tolle Erinnerungen fliegen einem durch den Kopf

Zu Beginn müssen wir mal wieder feststellen, wie dankbar wir wieder einmal unseren Freunden sind, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben und welche zu unserer Hongkong-Experience beigetragen haben. Sie haben Hongkong für uns unvergesslich gemacht. Über wen reden wir? Einige Wochen zuvor lernten wir 4 Jungs am Haeundae-Strand in Busan kennen: Shan, Kevin, Paul und Jackson. Die Jungs arbeiten als Anwälte in Hongkong und waren damals im Urlaub in Busan. Wir verstanden uns auf Anhieb super, verbrachten einen wahnsinnlich lustigen Abend zusammen, blieben in Kontakt und planten ein Wiedersehen.

Aufgrund dessen, dass Kevin zurzeit vermehrt in Korea ist, um seine Freundin zu besuchen, durften wir sogar sein Zimmer im Stadtvietel Kennedy-Town beziehen- und das obwohl wir eigentlich noch "Fremde" sind surprised: Beste Wohngegend, nah am Meer, für HK-Verhältnisse eine sehr schöne, große Wohnung und das WG-Leben mit Shan war auch ziemlich cool. Im Gegenzug übernahmen wir die Pflege von Günther, einer Schildkröte die die Jungs vor dem Verzehr retteten. Wir wechselten uns mit Shan mit der Frühstückzubereitung ab und hatten kleine Hauspartys (Vortrinken, Christmas Party mit deutschen Stollen und Glühwein und eine Tomorrowland-Session).

Donnerstag:

Am Donnerstagabend direkt aus Shanghai angereist, bezogen wir unsere neue WG. Shan hatte einen Schlüssel für uns versteckt, so dass wir uns schon einmal einrichten konnten, solange er arbeiten ist. Zur späterer Stunde kamen Shan und Paul direkt von der Arbeit vorbei und freuten sich wahnsinnig uns wieder zu sehen- so herzlich die beiden kiss! Wir gingen Pizza essen und Paul präsentierte uns zum Nachtisch seinen Lieblings-Grüntee-Eisbecher ein.

Anschließend betonten die Jungs, wie dringend sie Schlaf benötigen und wollten tatsächlich nach Hause gehen. Nachdem wir klarstellten, dass wir in Jennys Geburtstag hinein feien müssen (Typisch Jungs, wie sie es verplanten undecided), ging es noch auf ein Weinchen in eine Bar. Aus dem Weinchen wurde dann doch eine relativ lange Nacht, da Paul sich aus seiner Wohnung aussperrte und noch in unserer WG (auch als international Hostel bezeichnet) vorbeischaute. Wir schauten uns noch ein nächtliches Video an, welches ich für Jenny zum Geburtstag vorbereitete und definitiv sehenswert ist:
https://youtu.be/S_vLNhJBX7g

Freitag (Jennys Birthday):

Was ein zauberhafter Geburtstagstag! Nachdem die Jungs einige Wochen zuvor erfuhren, dass wir unserer Flüge nach HK gebucht haben, versprachen Sie uns einen unvergesslichen Geburtstag für Jenny. Dies wurde dann auch Realität. Unfassbar was die Crew, die wir bisher nur flüchtig kannten, auf die Beine gestellt hat money-mouthcool

Nach einem ausgiebigen Sekt-Frühstück in unserer WG mit Shanni, ging es zum Ocean-Park (Vergnügungspark). Der Park liegt direkt am Meer und von den Achterbahnen schaut man die Klippen runter. Eigentlich war der Ocean-Park als Überraschung für Jenny gedacht, bis Donnerstag Abend wusste sie nichts davon - und dann kam Paul und fragt "Jenny are you excited to go to Ocean-Park tomorrow?" Shan und ich haben nur noch die Hände überm Kopf zusammen geschlagen und Jenny musste nur lachen. Shan begleitete uns und nahm sich dafür extra einen Tag Urlaub. Wir hatten super viel Spaß, auch wenn wir mehrmals komplett nass wurden, da wir uns natürlich nicht zu fein für das Wasserrafting waren. Wir haben so ziemlich jede Attraktion mitgenommen, müssen aber gestehen die deutschen Vergnügungsparks sind krasser, aber dass die Koreaner nicht die abenteuerlustigsten sind wissen wir ja schon ;-)

Direkt vom Vergnügungspark aus, trafen wir uns mit Paul und auch mit Charly in einem Shoppingcenter. Dort hatte Shan eine Schokoladentorte mit einem persönlichen Schriftzug für Jenny in der Konditorei bestellt. Wieder eine Überraschung über die sich Jennz sehr gefreut hat. Außerdem wurde noch Weißwein, Pflaumenwein und chinesischer Wein eingekauft, denn in HK kann man seinen eigenen Alkohol mit ins Restaurant bringen. Ab in die Subway, in Richtung Sushi Restaurant. Die Jungs ließen uns vorher wissen, dass es Sushi gibt, aber sie sprachen nicht wirklich über das Restaurant. Wir wussten nur, dass sie dieses auswählten, da sie zu dem Zeitpunkt wo wir mitteilten unserer Flug sei gebucht, hier speisten. Wir staunten nicht schlecht, als wir in das Lokal trafen: "Klein aber fein" trifft es wirklich. Das Restaurant bekocht ca. 15 Leute täglich, es gibt nur einen Durchgang und alle essen das gleiche Menü. Wir saßen dort in unserer Kleidung aus dem Vergnügungspark, Haare verwuschelt, eher casual als classy. However, Shan nahm es auch gelassen und trug Flip-Flops laughing. Aufgetischt wurden ca. 20 verschiedene Gänge mit feinstem Sashimi (darunter auch Fisch Sperma, Geldschwanz-Riffbarsch, Königs-Seebrasse, Lachseier, Seeigel, Meeresschnecke, Shrimp, Fischleber, Austern und andere einmalige Köstlichkeiten). Das Menü ist immer abhängig vom Fischfang am jeweiligen Tag - nur das Frischeste vom Frischesten. Vom Service mal ganz zu schweigen: Uns wurde ständig nachgeschenkt, der Koch selber hat auch mitgetrunken. Das Ganze dauerte ca. 2 Stunden, die Atmosphäre war einmalig amüsant, alle 15 Gäste unterhielten sich miteinander, die Köche kochten live vor uns und stoßen mit uns an, und am Ende des Abends waren alle recht tipsy, umso lustiger die U-bahn Rückfahrt. #foodsemesterabroad #snackskalieren

Ab nach Hause, schnell umziehen, die Crew versammelte sich zum weiteren vortrinken und ab ging es zum Club „Bangalow“. Die Jungs kannten natürlich die Türsteher und so spazierten wir einfach in den Club. Super spaßige Nacht, viel Champagner und gute Musik. Auch Jenny's Freund Jacky kam auf einen Besuch vorbei. Sie kennen sich von ihrem ersten Auslandssemester in Californien und kurz danach ist Jacky nach Hongkong gezogen und arbeitet hier bei Adidas. Gegen 4 Uhr nachts wurde noch einmal zu viert der Club gewechselt zum(Charly verließ uns schon vorher unauffällig). Im Club "Drop" war die Stimmung und Musik wieder ganz anders, eher so underground-mäßig aber auch cool. Die ganze LKF- Ecke (Party-Area in Hongkong) ist einfach einmalig! Natürlich ging es um 6 Uhr nicht direkt nach Hause sonder erst noch zum Dim Sum als Hangover-Snack – soooo lecker tongue-out. Feischbällchen im Teigmantel, Kuhmagen, eine Art Germknödel, aber noch besser und vieles mehr.

Samstag:

Ein paar Stunden geschlafen, WG-Frühstück mit Shan und ab ging es gemeinsam zum Bier-Festival an der Wasserpromenade. Auch wenn wir beide keine Bier-Trinker sind und uns vergebens nach Wein umschauten, war es lustig: Es gab live Musik, viele verschieden Bierstände und unendlich viele Biersorten, super viele internatinale Besucher, und im Hintergrund eine fantastische Skyline. VorOrt haben wir noch einen guten Freund von Shan und ein paar weitere Mädels getroffen, leben/ arbeiten alle in Hongkong.

Einige Stunden später ging es zum Stadtviertel SOHO. Dies ist ein super-fancy District, den man durch die längste Rolltreppe der Welt erreicht, da er sich auf einem Berg befindet. Viele kleine, süße und stylische Bars. Als Snack gab es marokkanisches Essen und lecker Wein im Restaurant „Sahara“.

Anschließend noch eine Shisha nebenan, die unseren Hangover leider verschlimmerte, weil wir noch müder wurden, aber wir wussten spätestens die Musik im CLub peppelt uns wieder auf ;-) Bevor es feiern ging, führte Shan uns noch in zwei fancy Bars und wir schlürften Chocolade-Daiquiri (außen und innen am Glasrand war Kakaopulver, sodass jeder Gast in dieser schicken Bar an seinem Glas rum schlechte :-D) und danach noch einen fancy Kavier-Daiquiri. Tolle Bars!

Same story again: Zum Absteppen ging es wieder ins „Bangalow“, wo Paul auf uns wartete (er bekam extra frei von seiner Ehefrau- wuhuuuuu) und es floß natürlich wieder reichlich Champagner. Diesmal schafften wir zwei es tatsächlich hinter dem DJ Pult, da uns dieser als seine DJ Verstärkung einlud cool #friendshipgoals

Natürlich wechselten wir wieder zu einem weiteren Club, dem Volat, da wir unseren tänzerischen Höhepunkt erst um 4 Uhr morgens erreichen. Cooler CLub mit verschiedenen Floors und alles verspiegelt - leicht verwirrend wenn man einen im Tee hat ;-) und auch Dim Sum gab es als nächtliche Stärkung wieder.

Sonntag:

Für den Sonntag hatten wir im Vorweg eine Wanderung geplant, denn Shan erklärte uns, dass man durch das viele Schwitzen am schnellsten auskatert tongue-out Nun gut, so ging es 1100 Treppenstufen hoch zu den Twinpeaks, begleitet von Shans Chartsmusik zur Motivierung. Von dort aus genießten wir eine wunderbare Aussicht auf die Bucht von Stanley, und auf weitere Inseln.-

Unfassbar, wieviel Natur es in Hongkong gibt, obwohl die Stadt riesig ist und Smok an der Tagesordnung ist. Die Flora und Fauna an den Wanderwegen ist sehr tropisch. 1100 Treppenstufen auf der anderen Seite runter ging es zum Stanley Beach. Super schöne Promenadengegend mit Urlaubsflair. Dort schlenderten wir über einen lokalen Markt mit vielen Fake Produkten, bis wir Jackson trafen. Gemeinsam wurde ein Eis gegessen und die Qualität der Mc Donalds Chicken Wings getestet. Für das Abendessen ging es zurück in die Innenstadt von Hongkong, nahe dem Time Square in ein lokales Restaurant. Dort wird ganz typisch sein eigenes Geschirr vorher in Tee abgewaschen:

Nach dem Genuss der chinesischen Speisen, gab es noch Kevins Lieblings Erdbeereis mit sweet Tofu, sowie die chnesische Version des Sticky Rice in einem Dessert Cafe.Zu guter letzt nahmen wir noch ein Taxi zum Victoria Peak: Eine gigantische Aussicht, da kann keine bisherige Stadt mithalten:

Später fuhr die WG Crew (Shan & Wir) zurück nach Kennedy Town. Paul kam uns spontan besuchen und wir schauten Tomorrowland auf dem TV Bildschirm, kochten Glühwein und verspeisten den aus Deutschland importierten Christstollen (vielen Dank nochmal an Mami). Leider hatten die Jungs keine Energie mit uns feiern zu gehen, da sie am Montag fit für die Arbeit sein mussten.

Montag:

Für den Montag stand Sightseeing auf dem Plan. Da alle Jungs arbeiten mussten, waren Jenny und ich auf uns alleine gestellt. Jedoch bereitete Shan noch spontan von seienr Arbeit aus eine Agenda vor, mit Hilfe derer wir folgende Orte abklapperten: Als erstes ging es zur Insel Lamma, hierfür nahmen wir die Fähre von Central ferry pier nach Yung Shue Wan, wanderten die Insel ab und fuhren mit der Fähre von Sok ku wan (einem Fischerdorf) zurück nach Central Hongkong. Verrückte Gegend - ruhige Gegend mit alten Häusschen und das so nah am ganzen Trubel vom Citycenter.

Von dort aus ging es mit der Metro zur Station prince Edward (Viertel: Mongkok), von welcher aus wie die Shopping Straße (Ladies Street), den bird garden und den flower market besuchten und ein paar Kleinigkeiten und Klamotten shoppten. Die Chinesen machen einem genauso wie die Koreaner das shoppen aber nicht leicht, da man auch hier die Klamotten nicht anprbieren darf. Als nächstes wieder rein in die Metro bis zur Station Tsim Sha Tsui, ein Spaziergang an der Hafenfront mit fantastischen Blick auf die Skyline (leider war die avenue of stars geschlossen). Hier lernten wir plötzlich den Inder Pulkit kennen. Er hatte uns spontan auf der Straße angeprochen, weil er auch auf der Suche nach der Avenue of Stars war. Er kommt aus Mumbai, wohnt derzeit in US und ist für einen Businesstrip in Hongkong. Er studierte einige Jahre zuvor für ein Semester in Hongkong, kannte sich bestens aus, und lud uns auf ein Weinchen und eine Shisha im bekannten Viertel Soho und der bereits bekannten Bar „Sahara“ ein (hierfür fuhren wir mit der Fähre zurück nach central).

Ein total verrückter Kerl, wir hatten so viel Spaß zusammen, planten einen utopischen Besuch bei ihn in Mumbai, eine gemeinsame Geburtstagparty am 6. Mai (sein Geburtstag) und 7. Mai (mein Geburtstag) in Hongkong und gönnten uns noch einen Mitternachtsdöner sowie Mango-Lassi

Dienstag:

Die nächste – uns mehrfach empfohlene- Wanderung stand auf dem Programm: Lantau Island. Bedauerlicherweise, war es ein regnerischer Tag aber wir sind Deutsch und ließen uns nicht abschrecken. Per Couchsurfing lernten wir den Koreaner Jeffrey kennen, welcher uns an der Subway in Empfang nahm und uns für den Hike begleitete.

Leider müssen wir sagen, dass von insgesamt 20km, rund 17km total langweilig waren. Es gab keine spannende Aussicht, man marschierte auf asphaltierten Straßen (weit entfernt von einem Abenteuer) und zu guter Letzt waren wir alle ein wenig genervt, da wir stundenlang durchgenässt mit unseren Regenschirmen spazierten und auch niemand und per Hitchhike mit zum Ziel nehmen wollten. Die Gespräche mit Jeffrey gingen uns auch irgendwann aus und so mussten wir uns mit Tomorrowland-Musik beschallen lassen. Zumindestens das Ziel, das Fischerdorf war nett anzuschauen. Für uns unvorstellbar wie die Menschen hier leben können, beeindruckend und irgendwie traurig. Dort angekommen, sind wir nur flink durchgeflitzt, weil wir schon bald die Fähre zurück nach Central nehmen mussten. In den Straßen lernten wir noch drei 70-Jährige Australier kennen. Einer von ihnen lebt auf Lantau Island und nahm und in seinem Auto mit in Richtung Fähre, erklärte uns viel über sein Leben auf der Insel und ja, die Autofahrt war das spannendste Tagesereignis. Zurück in Kennedytown frischten wir uns auf und Jenny traf sich mit ihren Kumpel Jacky , den sie von ihrem Auslandssemester in Kalifornien kennt (chinesiches Dinner und anschließendem Besuch in der neuen Peacock-Bar Ophelia) und ich ging mit Shan ein Steak essen.

Mittwoch:

Unfassbar, wie schnell die Woche in HK vorüberging. Am letzten Tag stand ausschlafen und shopping auf dem Plan. Als erstes verbrachten wir Zeit um „La foret“ herum (Subway station: Causeway Bay), wo wir nicht so erfolgreich waren. Von dort aus ging es zum verabredeten Lunch mit den Jungs, welche in einem modernen Dim Sum Restaurant auf uns warteten.

Danach wieder ab in Richtung Mongkok, um die Women street (tung shan & saiyeung choi street: viele Souvenirs, fake und Elektronik Artikel zu erkunden, auf welcher wir unser Verhandlungsgeschick testeten. Die Sneakers Street (Fa yuen) wurde auch noch ausgecheckt, aber die Preise waren uns hier zu hoch. Letztendlich müssen wir feststellen, dass es schon eine günstige, no-name Läden an den Straßenrändern gibt, aber zum richtig günstigen Shoppen muss man nach Auskunft der Einheimischen in andere Gebiete rundum Hongkok fahren. Um 18:00 hatten wir uns wieder mit „Onkel“ Paul verabredet, der extra früher für uns Feierabend einleitete, um uns zum Shoppen eine versteckte Area zu zeigen. Er führte uns zum PMQ („Tourist Privilege Programme“), einem Industriegelände mit ehemaligen Polizeiwohnheim, in dem jetzt kleine chinesische Designer ihre Unikate verkaufen. Natürlich waren diese nicht in unserem Preissegment, jedoch waren die Shops aus künstlerischen Aspekt nett zu besuchen und inspirierten uns.

Für den letzten Abend haben sich die Jungs etwas Besonderes überlegt: Ein Abendessen mit lokalen Spezialitäten (man wäscht seine Teller vorher aus hygienischen Gründen selber ab, man trinkt Bier aus Suppenschalen und sitzt auf Plastikhockern) und ein Besuch des Pferderennens stand an.

Beim Horserace hatten wir wieder eine Menge Spaß zusammen. Da die Informationen zu den Startern leider nur auf Chinesisch zur Verfügung standen und die Jungs auch kein Plan hatten, war unsere Strategie eher mit Glücksnummern verbunden. Dennoch, Jenny gewann gleich die erste Runde (leider war ihr Einsatz zu gering um über lohnenswerte Gewinnsummen zu sprechen). Zu guter letzt wollten die Jungs, trotz anstehenden Arbeitstages am Donnerstag, nicht als langweilig gelten und uns zum Feiern zur „Ladies Night“ nach Wan Shai begleiten. Wir tanzten und sangen noch für einige Zeit in einer Bar, amüsierten uns über andere betrunkene Leute, und verspeisten in der Nacht noch einen MC Flurry.

Donnerstag:

Bevor wir die fantastische Stadt Hongkong verlassen, baten wir die Jungs uns zum Frühstück zum liebgewonnen Dim Sum Restaurant in der Nachbarschaft zu begleiten. Charly verschlaf , aber auf „Onkel“ Paul und Shan war verlass! Was gibt es schon besseres als Kuhmagen, Hühnerfüße und Dim Sum zum Frühstück?

 HONGKONG WE WILL COME BACK cool

 

72 Stunden Shanghai - unsere erste Chinaerfahrung **VIDEO**

04Dez2016

...und jetzt erfahrt ihr, was in Shanghai so abging.

___________________________________________________________________

Hier das stark nachgefragte Videomaterial:

https://youtu.be/u5F3ABty4ow

____________________________________________________________________

 

1. Stopp Shanghai.

Da wir die letzten Tage nur an unseren Assignments gesessen haben, konnten wir auch erst heute Morgen packen. Gar nicht so einfach, schließlich sind es in Shanghai ca. 15°, in Hongkong wohl 25° und ins Seoul schon 0°. Somit musste alles mit ;-) Los ging die Reise. Für unseren Rundflug Busan-Shanghai-Hongkong-Seoul haben wir auch nur 250 Euro gezahlt. Kann man nichts sagen. Und unsere Couchsurfingplätze für die zwei Wochen haben wir auch schon gesichert cool

Der Flug nach Shanghai dauerte ca. 3 Stunden. Angekommen in Shanghai mussten wir erst mal feststellen dass Facebook, Instagram und Google dort verboten sind :-D Okay Insta und Facebook war nicht das Problem, aber Google. Wir mussten feststellen, dass wir Google beim Reisen wirklich häufig benutzen. Angefangen am Flughafen um das E-Ticket über die Emails abzurufen, oder um uns von der Subway Station zur Unterkunft zu navigieren oder um weitere Informationen über einen Sight-Seeing-Spot abzurufen. Naja, dank unserer lieben Freundin Jinjin waren wir super vorbereitet. Jinjin hat gemeinsam mit uns ein Semester an der FH Münster als Auslandsstudentin studiert, lebt aber in Shanghai. Als wir ihr erzählten, dass wir für 3 Tage nach Shanghai kommen, hat sie direkt angeboten und einen Sightseeing-Plan aufzustellen. „Tight or chilled schedule“ fragte sie nicht. „Tight“ natürlich :-P und letztlich sendete sie uns eine top organisierte Exceltabelle mit den Sightseeingspots, den Uhrzeiten wann wir hin fahren sollen, als auch die U-Bahn hinzu und rück zu. Super cool, das machte unseren kurzen Aufenthalt so viel leichter. Leider konnte sie uns tagsüber nicht begleiten, da sie zu Accessmentcentern eingeladen war:

So sah ihr Plan für uns aus:

 

Montagabend sind wir erst spät bei Gidon unserem australischen Host angekommen und nach kurzen  Smalltalk mit ihm und dem anderen Couchsurfer aus Irland gings auch ruck zuck ins Bett bzw. auf die (riesen) Eckcouch.  Gidon lebt in einem riesen Loft, ziemlich nice und das auch sehr zentral, mal wieder super Glück gehabt cool 

Dienstag rappelte um 8 Uhr der Wecker, to go Frühstück am Convenience Store – natürlich eine Reisrolle und zusätzlich ein Joghurt – und los zu Jinjin's erstem Stopp: Longhua Tempe. Da wir schon so viele Tempel gesehen hatten, waren unsere Erwartungen recht niedrig und wurden letztlich übertroffen. Das Areal war ziemlich groß und die Tempel sehr authentisch (nicht so arg bunt angemalt wie koreanische Tempel). Die goldenen Buddhas waren noch prunkvoller und zu unserem Glück fand derzeit ein Umzug der ansässigen Mönche statt. Auf die chinesischer Art haben wir noch gebetet und für unsere Freunde und Familie ein Räucherstäbchen angezündet, eine Beuge in alle Himmelsrichtungen gemacht, bevor man das Stäbchen in den Aschehaufen wirft.

 

Weiter gings zur Xujiahui Kathedrale, die derzeit allerdings unter Renovierung stand. Die nächsten 2 Stunden gingen leider damit drauf, dass wir nach einer Polizeistation gesucht haben um uns registrieren zu lassen, so wie man es uns am Flughafen beim Immigration Office befohlen hatte. Gidon meinte jedoch, das hätte noch keiner seiner Couchsurfer machen müssen und so sind wir das Risiko auch eingegangen. Allerdings war das wohl der Grund wieso wir bei unserer Ausreise aus Shanghai am Flughafen erst mal 10 Minuten in der Quarantäne saßen :-D

Nach dem ganzen Trubel haben wir uns mit Etienne getroffen, einem deutschen der in Shanghai ein Auslandssemester macht. In Kontakt getreten sind wir über die von uns gern genutzte App „Hangouts“. Gemeinsam sind wir nach Qibao Old Street, ein idyllisches Wasserdorf, durchzogen von vielen kleinen Kanälen.  Die Hauptstraße war rechts und links mit vielen kleinen Restaurants und Streetfood Ständen durchzogen. Und so haben Silvi und ich uns wieder mal durchprobiert. Chinesisches Essen ist jedoch ziemlich fettig für unseren ersten Eindruck. Zugegriffen haben wir jedoch bei den viiiel günstigeren Obstständen (im Vergleich zu Korea).

Zurück zur U-Bahn und weiter gings mit Etienne nach Tianzifang, Shanghai's neuer In-Bezirk. Ein Altstadtviertel mit vielen Ateliers, Cafés und Bars. Hier hat sich eine moderne Kunstszene entwickelt. Wir sind hier aber nur umher gebummelt und haben es genossen uns in dem süßen Viertel umzuschauen. Next: Die Altstadt rund um Yuyuan, bei Abend mit vielen Lichtern verziert. Auch hier finden sich wieder zahllose Läden, ein bunter Branchenmix aus Kleidung, Schmuck, Trödel, unechten Antiken uvm.

Was wir zu derzeit aber eigentlich suchten war ein gemütliches Café, wo wir nach dem ganzen Sightseeing mal ein Heißgetränk zu uns nehmen konnten und die Füße ausstrecken ;-) Unterwegs zum nächsten Sighseeing-Sport dann das ersehnte Heißgetränk in einem schnieken Hostel zu uns genommen, ausgeruht und danach die tolle Aussicht am Bund genossen. An der Flusspromenade entlang des Huangpu-Flusses findet man auf der einen Seite prunkvolle Banken-, Kontor- und Hotelpaläste aus der Kolonialzeit und mit Blick auf die andere Seite des Flusses das wachsende Wirtschafts- und High-Tech-Zentrum Pudong mit seiner beeindruckenden Skyline.

Einige Fotos geschossen mussten wir uns auch von Etienne verabschieden, weil wir mit Gidon und Neil (dem anderen Couchsurfer) zum Abendessen verabredet waren. Es ging zu Liquid Laundry in West Nanjing, ein hippes, westliches Restaurant mit DJ. Die Jungs waren ganz happy über ihr Freibier und zudem teilten wir uns noch Pizza, Pommes und Miniburger – verdiente Stärkung nach den 30.000 Schritten von heute. Bis nach Mitternacht saßen wir dort und erzählten vor allem über unsere Reise-Erlebnisse. Immer wieder schön! Zurück daheim spielte Gidon uns noch ein paar Stücke auf dem Klavier bevor es ins Bett ging.

Mittwoch: Erster Stopp auf Jinjin’s Liste war Xiantiandi, ein historisches Viertel  das als trendiges Shopping- und Vergnügungsviertel umgemodelt wurde mit moderner Architektur und Restaurants, aber auch einheimische Buchläden, Shoppingtempel oder Souvenirläden. Hier etwas umher geschlendert ging es  zu M50, ein contemporary art district mit mehr als 100 Künstlerstudios. Nice to see aber unserer meiner nach kein Must do auf einem kurzen Shanghai Trip, außerdem auch viel zu weit abgelegen, sodass viel Zeit drauf ging, bis wir die alten Lagerhallen gefunden hatten. Bei dem ganzen Umherlaufen in Shanghai haben wir gelernt, dass die älteren chinesischen Damen sich gerne in Gruppen irgendwo draußen in einem Park oder auch einem größeren Bürgersteig zusammenfinden und etwas Aerobic mit lauter Musik ausüben. Sehr witzig anzuschauen. Wieder mal ein interessanter kultureller Unterschied.

Daraufhin sind wir zur anderen Flussseite ins Finanzcenter von Pudong. Hier sind wir inmitten der ganzen Hochhäuser umhergeschlendert und haben uns die Zeit vertrieben bis zur Dämmerung, wenn die Wolkenkratzer von unten noch imposanter aussehen. Um wieder auf die andere Flussseite und zur berühmten East Nanjing Road zu kommen, haben wir auf den Tipp von unserem Host Gidon hin, die Fähre genommen. Kurze aber schöne Fahrt am Abend, mit tollem Blick auf beide imposanten Flussseiten. Auf der East Nanjing Road - der größten Einkaufsmeile Shanghai‘s, eine reine Fußgängerzone, ununterbrochen mit knalligen Reklametafeln – waren wir mit Jinjin verabredet. Es war sehr schön sie wieder zusehen, zuletzt im Juli in Münster und 4 Monate späteren am anderen Ende der Welt in Shanghai – verrückt. Gemeinsam sind wir zu einem chinesischen Restaurant. Jinjin hat ganz typische chinesische Spezialitäten bestellt. Unsere Foodstudies gehen weiter. Auch wieder sehr lecker, vor allem die Dumplings. Anschließend sind wir gemeinsam zur Bar Rouge direkt am Bund, hier hat man wunderbaren Ausblick auf Shanghai‘s Skyline, und haben den gemeinsamen Abend bei einem Cocktail ausklingen lassen.

Anschließen sind Silvi und ich doch tatsächlich wieder feiern gegangen. Eigentlich wollten wir in Shanghai eine Pause machen, da zwei Tage später ja auch schon mein Geburtstag bevor stand. Aber jeder hat uns empfohlen in Shanghai das Nightlife auszuprobieren. Das besondere hier ist eben, das westliche Leute gerne in Clubs gesehen werden und freien Eintritt sowie freie Getränke erhalten. Dazu mussten wir nur Kontakt zu einem Club-Promoter herstellen. Der/die wiederum informiert dich für welche Clubs sie an dem Abend in Einsatz ist, man sucht sich einen aus (Modu) und sollte vor 23:30 vor Ort sein, damit man noch in den Genuss der Freigetränke kommt. Easy! :-P Allerdings hat uns die Club-Atmosphäre lange nicht so gut gefallen wie in Korea, was auch daran lag dass zu viele westliche Clubbesucher da waren und man so nicht mehr das „Local Feeling“ hatte. Naja dafür waren wir wenigstens nicht allzu spät im Bett ;-)

Denn am nächsten Tag hieß es ja leider schon ByeBye Shanghai. Auf Gidons Empfehlung ins sind wir zum Frühstück in der Nachbarschaft zu einem Restaurant und haben uns einmal durch die Dampfkörbe probiert *yummy*.

Gestärkt ging es also wieder zum Flughafen --> OFF TO HONGKONG

 

Wir werden wehleidig...die Zeit rennt zu schnell!

14Nov2016

Wir fühlen uns mittlerweile super wohl, fast schon wie "zu Hause". Da ist es umso trauriger, dass die Zeit in Südkores schon bald vorbei ist. Ein 2-wöchiger China-Trip steht an und danach haben wir nur noch 2-3 Wochen in Südkorea, bevor wir "goodbye" sagen müssen....frown

Aber jetzt erstmal zu unseren letzten Aktivitäten:

Tatsäschlich mussten wir in der letzten Woche einwenig studieren. Wie ihr wisst, hatten wir ja nur eine Klausur im ganzen Semester und die ist schon abgeschlossen. Deswegen stehen nur noch ein paar Aufsätze an, deren Niveau deutlich niedriger ist als an der FH Münster. Dementsprechend relativ "easy-going", aber unsere Motivation ist trotzdem gering laughing.

Am Dienstag (8.Nov.) haben wir uns eine Pause vom "Lernen" gegönnt und SeongGyu getroffen. WIr hatten ein super leckeres Dinner in der Shinsegae Mall, dem größten Shopping Center der Welt (Guinness World Record). Anschließend gab es noch ein Käffchen am Seongjeong Beach. Am Mittwoch stand ein Midterm in Form einer Präsentation an: Selten so schwach vorbereitet, aber der Prof. war dennoch komplett begeistert und ist der Meinung, wir würden das "Niveau des Kurses erhablich anheben"- Nun gut, für uns unglaubwürdig aber nehmen wir mal gerne so hin...Abends wurde das wahnsinnig schwierige Mid-Term mit dem Wolf "gefeiert". Wir haben uns auf ein Süppchen in der Nähe der Uni getroffen.

 

Bevor es Donnerstag in den Advertising Kurs ging, hat uns Jack (Kommilitone aus Usbekistan) zu einem islamischen Restaurant begleitet. Das Restaurant "Marroco" liegt in einem kleinen islamichen Viertel in Busan. Sehr verrückt, wenn man auf einmal einer Moschee in Südkorea begegnet. Das Essen war einfach fantastisch. Es tut gut, wenn man nach dem vielen koreanischen Essen mal wieder so spezielle Gewürze im Mund hat (Es gab z.B. Lamm mit Zimt und Chilli) innocent.

 

Das Wochenende hat leider am Freitagmorgen mit dem nächsten academic Paper gestartet. Aber nachdem wir realisierten, dass unser letztes Assignment ein viel zu hohes Niveau hatte (Die anderen Kommilitonen benutzen keine Literatur und schrieben eher eine 2-Seitige Zusammenfassung in Form einer eigenen Meinung) und es nur ums Bestehen geht (wir nahmen vorher an, dass es eine Benotung gibt), reduzierten wir unseren Effort drastisch tongue-out. Wir können es zwar nur schwer mit unserem Gewissen vereinbaren, da wir doch irgendwie zu perfektionistisch geschult sind von der FH Münster, aber nun gut.

 

Übrigens war am Freitag "Pepero-Day". Dies ist der koreanische Valentinstag! An diesem Tags schenken sich die Koreaner u.a. folgende Schokolade, die wir übrigens zur Mitternachtsstunde von einem Primoter bekommen haben:

Die Lernpause haben wir am Haeundae Beach mit Seongwoo verbracht. Seongwoo ist ein ganz lieber Pilot, der ab uns zu seine Eltern in Busan besucht und den wir ganz am Anfang unserer Busan-Zeit kennengelernt haben. Er hat uns dann ein neues, für Busan typisches Gericht gezeigt: "Original Grandmother Soup" (Suppe mit Rind und Reis). Nachdem wir gemeinsam noch etwas an der Promenade geschlendert sind und eine leckere Bäckerei bestaunten, gab es noch ein Dessert auf dem Foodmarket. Diesmal wurde unser Gaumen mit Raupen verwöhnt. Jedoch bestellten wir zusätzlich noch das favourisierte Dukbokki, um die Raupen in die leckere Soße einzudippen. #snackskalieren nennen wir das. Da haben die koreanischen Opis nicht schlecht gestaunt, was sich die europäischen Mädels so gönnen wink.

Am Abend ging es für uns in Richtung Seomyeon. Nachdem ein paar verschiedene Bars uns Clubs ausprobiert wurden, die allerdings aufgrund der politischen Situation in Busan (Proteste gegen die Regierung) sehr leer waren, sind wir doch wieder im Club "Grid" gelandet. Ja was soll man sagen, es war mal wieder eine gute Partynacht mit einigen Drinks und ziemlich harten Beats yell. Bis in die Morgenstunden haben wir wieder das Tanzbein geschwungen und viele Locals kennen gelernt. Zum krönnenden Abschluss haben wir uns gegen 6:30am noch den Sonennaufgang am Haeundae Beach angeguckt und sind dann mit unseren Schlafmasken ins Bettchen gehüpft...

 

Am nächsten Tag wurde fleißig weiter an den Aufsätzen geschrieben...Das Ziel klar vor Augen: Samstagabend cool. Wir freuten uns sehr auf diesen Abend, da uns Felix aus Seoul besuchen kam. So sind wir gemeinsam zum Streetfood-Markt geschlendert uns haben es uns dort mit Fischallerlei gut-gehen lassen: Hummer, Live-Octopus, Seegurke, "Stachel-Muschel-Ding" und einiges, was wir entweder nicht identifizieren konnte oder wo es an der Übersetzung haperte.

Diese Markets sind wirklich einzigartig, eigentlich so simpel mit Plastiktischen/ -Hockern, Platikbechern etc. aber die Atmosphäre ist toll und jeder der Stände ist gefüllt mit hungrigen Gästen - die Omis haben gut zu tun. Übrigens sagte die Köchin, sie hätte im ganzen Leben noch keine Europäer gesehen, die so gut Essen wurden. Danach ging es ganz classy in die Rooftop-Bar des Hyatt Hotels. Von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf Gwangalli und auch die Cocktails waren "speziell".

Felix wollte lieber zurück zum Hotel, da seine helle Hose von der Köchin des Fischmarktes mit Hummersud begossen wurde und auch ihre provisorischen Reinigungsversuche erfolglos blieben. So sind Jenny und ich mal wieder zu zweit los geschlendert. Etwas wehleidig sind wir durch die Promenade von Haeundae geschlendert. Wir werden diese Nachbarschaft sehr vermisse. Diese ganzen BBQ Restaurant die zur Straßen rausgehen und die Gäste mit kleinem Grill auf ihren Stühlen an der Straße sitzen, die zur Straße offenen Bars vor denen sich trinkfreudige Koreaner und Internationals tümmeln und klar der Strand nur die Straße runter. Kurz einen Überblick verschafft, an ein paar bekannten Bars vorbei spaziert, haben wir uns - wer hätte es gedacht- tatsächlich wieder für unsere Stamm Disco das Billy Jean entschieden. Eigentlich war ich recht müde und nur ein kurzer Abstecher war geplant, aber leider kennen wir mittlerweile zu viele Leute die das Billy Jean besuchen und somit wurde es wieder eine lange Nacht: John, Austin & die übliche Crew war natürlich am Start, auch die Russinen waren vor Ort, Lee war wieder am abzappeln, Jihun gönnte sich ein Weinchen mit Freunden, Mathilda war tänzerisch nicht zu stoppen und auch die Schiffscrew aus Ulsan chillte wieder an der Bar,... - VERRÜCKTE WELT. Zu guter letzt gab es ein Anti-Hangover-Snack mit "Mr.Kim". Und nein, in Südkorea ist es kein Fastfood, hier wird weiterhin roher und auch gekochter Fisch gegessen. Nun gut, Mr. Kim hat ordentlich aufgetischt und somit gab es ein 4-Gänge Menü um 5 Uhr Morgens.

Am nächsten Morgen ging es uns- Dank der koreanischen Professionalität bzgl. der Zubereitung von Hangover-Speisen- außerordentlich gut laughing. Direkt vom Bett ging es auch schon zu unserer Verabredung mit Jiyeonn (dem Orchestra Mädel) zu einer kulturellen Veranstaltung (einer koreanischen Tanzaufführung), für die wir über die Uni Freitickets erhielten. Anschließend ein bisschen Streetfood an unseren Lieblingsstand in Jangsan gesnackt, ging es zurück an den Schreibtisch!

 

....und jetzt werden Koffer gepackt:

Shanghai & Hongkong warten auf uns cool

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.